Metropolregion Mitteldeutschland-Gemeinsam zur E-Region

Verkehr & Mobilität

Gemeinsam zur E-Region

10.02.2017
Peter Kolbert

Die Metropolregion will sich am Bundesförderprogramm zum Aufbau der Ladeinfrastruktur beteiligen. Dazu sollen im Rahmen der Projektgruppe Elektromobilität länderübergreifende Verbundprojekte und ein gemeinsamer Bewerbungsprozess initiiert werden. 

„Das geplante Förderprogramm des Bundes zum Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur bietet die große Chance, der Elektromobilität in der Region zum Durchbruch zu verhelfen. Mit länderübergreifenden Verbundprojekten wollen wir dabei die Erfolgschancen einer mitteldeutschen Bewerbung erhöhen und die Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Mobilität in der Metropolregion schaffen“, erklärt Projektgruppenleiter Peter Kolbert, Projektleiter Elektromobilität der Halleschen Verkehrs-AG. Die größte Herausforderung bei der Vernetzung der Ladeinfrastruktur in Mitteldeutschland stellten die nicht kompatiblen Roaming-Plattformen zur Zugangsberechtigung und Abrechnung in Thüringen sowie in Sachsen und Sachsen-Anhalt dar. „Dafür wollen wir mit den Partnern der Projektgruppe Elektromobilität zukünftig Lösungen entwickeln“, so Peter Kolbert weiter.

⁞⁞⁞ Foto: Peter Kolbert, Projektleiter Elektromobilität der Halleschen Verkehrs-AG ⁞⁞⁞

Aktuell bereitet das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ein Förderprogramm zum flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur in Höhe von 300 Millionen Euro vor. Ziel ist es, bis 2020 bundesweit rund 15.000 Ladesäulen zu errichten. Die detaillierten Bestimmungen der Förderrichtlinie sollen noch in diesem Frühjahr veröffentlicht werden. Im Rahmen der 4. Sitzung der Projektgruppe Elektromobilität, die am Montag in Leipzig stattfand, boten die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) und die Stadtwerke Leipzig an, interessierte Akteure bei der gemeinsamen Antragstellung für das Bundesförderprogramm zu unterstützen.

Darüber hinaus wollen beide Unternehmen zukünftig enger zusammenarbeiten, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur in ihren Netzgebieten in abgestimmter Form voranzubringen. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unter anderem die Abstimmung zu Standorten für Ladesäulen sowie die Diskussion geeigneter zukünftiger Technologien. Beide Unternehmen signalisierten, dass auch gemeinsame Kooperationsangebote für regionale Partner entlang der Schnittstellen beider Angebote denkbar sind, etwa durch gegenseitige Dienstleistungen. Die Mitglieder der Projektgruppe Elektromobilität begrüßten die Initiative und werden sich dazu in den kommenden Sitzungen verständigen.

Die „Projektgruppe Elektromobilität“ wurde im Juni 2016 unter dem Dach der Metropolregion Mitteldeutschland gegründet, um Kompetenzen und Know-how in der Region zu bündeln sowie den Informationsfluss zum Thema Elektromobilität zu koordinieren. Zu ihren Mitgliedern zählen unter anderem Vertreter der Städte Leipzig, Halle (Saale), Chemnitz, Zwickau, Jena sowie der Landkreise Leipzig und Wittenberg, Vertreter der Leipziger und Halleschen Verkehrsbetriebe, der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH, der envia Mitteldeutsche Energie AG sowie des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz und der Sächsischen Energieagentur - SAENA GmbH. Weitere Akteure wie Siemens Leipzig, der Landkreis Mansfeld-Südharz und das Reiner Lemoine Institut haben bereits Interesse an einer Mitarbeit signalisiert. Mit der Projektgruppe steht den Akteuren erstmals eine gemeinsame Plattform zur länderübergreifenden Abstimmung der Maßnahmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Verfügung.

Zitate

Markus Kopp
Mitteldeutsche Airport Holding

"Verbindungen schaffen ist das Kerngeschäft unserer Flughäfen in Leipzig/Halle und Dresden. Deshalb unterstützen wir die Metropolregion."

Industrie- und Gewerbeflächen-Pool

Gewerbeflächen
Liste Standortkarte

Hallenobjekte
Liste Standortkarte

Projekte