Metropolregion Mitteldeutschland-Mit Energie in die Zukunft

Standort

Mit Energie in die Zukunft

13.04.2018
Jörn-Heinrich Tobaben

Über die Herausforderungen der Energiewende für Mitteldeutschland diskutierten am 9. April 2018 in Naumburg 180 Unternehmer, Politiker und Wissenschaftler aus der Region. Zur 6. Wirtschaftskonferenz unter dem Titel „Mit Energie in die Zukunft“ hatte der Burgenlandkreis gemeinsam mit dem Saalekreis, der Hochschule Merseburg, der Stadt Merseburg und weiteren Partnern ins Naumburger Turbinenhaus eingeladen. In Fachvorträgen und Impulsreferaten wurde beleuchtet, wie eine Stromversorgung auch künftig weitestgehend auf regionaler Ebene gewährleistet werden kann.

Wie eine Region vorgehen will, die zur Kohle steht, aber zugleich den bevorstehenden Strukturwandel bewältigen muss, erörterte Jörn-Heinrich Tobaben. Der Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH sprach über die jüngst zwischen neun mitteldeutschen Gebietskörperschaften geschlossene Zweckvereinbarung und stellte Handlungsfelder und Projekte vor, mit denen neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden sollen. „Auf der Wirtschaftskonferenz konnten wir im Bereich der Energiewirtschaft erste Lösungsansätze für einzelne mitteldeutsche Teilregionen erarbeiten. Diese werden wir als Metropolregion gemeinschaftlich in ganz Mitteldeutschland umsetzen. Unser Augenmerk liegt vor allem darauf, im Rahmen des Ausstiegsprozesses aus der Braunkohleverstromung neue Potenziale für die zukünftige Wertschöpfung in der Region zu ermitteln und auch den Wegfall von Arbeitsplätzen durch den Ausbau anderer Technologiefelder zu kompensieren“, so Tobaben.

⁞⁞⁞ Foto: Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH ​ ⁞⁞⁞

Götz Ulrich WirtschaftskonferenzAls einer der Hauptbetroffenen eines Braunkohleausstiegs gilt der Burgenlandkreis. Dessen Landrat Götz Ulrich erklärte: „Die neue Bundesregierung hat sich gemäß Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, bis Ende 2018 einen Plan zur schrittweisen Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung vorzulegen. Das betrifft uns im Mitteldeutschen Revier und damit in der Metropolregion Mitteldeutschland hart. Tausende Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt von der Kohle ab.“

6. Wirtschaftskonferenz NaumburgAmtskollege Frank Bannert, Landrat des Saalekreises, warnte vor einem ähnlichen Strukturbruch wie vor 28 Jahren, als die chemische Industrie einen grundlegenden Umbau erlebte. Ein wichtiges Zukunftsthema im Zusammenhang mit einer sicheren Energieversorgung sei deshalb die Frage der Energiesicherheit und künftigen Energieträger. In der Metropolregion Mitteldeutschland gehen die betroffenen Gebietskörperschaften den Strukturwandel gemeinsam an. Dass Regionen vorangehen, wusste Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Armin Willingmann zu würdigen. Es müsse darum gehen, sozialverträgliche Zukunftsszenarien zu entwerfen.

Dr. Armin Eichholz, Geschäftsführer der MIBRAG brachte die Perspektive aus Sicht eines Bergbauunternehmens ein und unterstrich, dass die MIBRAG in die Zukunft investiere, indem sie Rekultivierungsflächen für Gewerbe und Industrie vorbereitet oder den Energiepark Profen weiterentwickelt.

⁞⁞⁞ Fotos: Impressionen der 6. Wirtschaftskonferenz mit Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises (© Burgenlandkreis)​ ⁞⁞⁞

Die sich anschließende Podiumsdiskussion thematisierte Perspektiven für junge Menschen im Mitteldeutschen Revier, die Entwicklung der Elektromobilität, die Zukunft des Chemiestandortes Leuna, die Zusammenarbeit der Hochschule Merseburg mit den Unternehmen der umliegenden Chemie- und Bergbauregion, Forschungen zu Speichermöglichkeiten, die Ladeinfrastruktur für E-Autos, den Zusammenschluss regionaler Akteure und die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum.

Zitate

Carola Schaar
IHK Halle-Dessau

"Viele innovative Unternehmen, eine starke Wissenschaft und ein großes kulturelles Erbe. Für Mitteldeutschland machen wir uns stark."

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