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Netzwerk Pipeline- und Anlagenbau gründet eigenständige Arbeitskreise

04. November 2005


Das Netzwerk Pipeline- und Anlagenbau hat fünf Arbeitskreise für Netzwerkaufgaben gegründet: Diese decken ab sofort die wichtigsten Felder der Netzwerkarbeit ab und sollen ihre Ergebnisse regelmäßig vor der Gesamtkonferenz präsentieren. Das wurde auf dem Treffen des Netzwerks am Dienstag bei der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau beschlossen.

Gastgeber Hartmut Heilbronner (Dow Olefinverbund GmbH) ermöglichte den Teilnehmern eine Rundfahrt durch das Dow-Werk und stellte sein Unternehmen vor. Im Anschluss präsentierte Dr. Andrea Urbansky den FASA e.V. (Zweckverband zur Förderung des Maschinen- und Anlagenbaus Sachsen-Anhalt e.V.) und erläuterte dessen Ziele. Der FASA e. V. ist Partner rund um Innovationen im komplexen Anlagenbau. Er unterstützt regionale Kooperationen mit dem Ziel, Wertschöpfung im Land zu halten und zu generieren.

Im Anschluss an die Unternehmenspräsentationen präsentierte Klaus Wurpts (Regionenmarketing Mitteldeutschland) den Teilnehmern die wichtigsten Ergebnisse der Unternehmensbefragung, die im Vorfeld innerhalb des Netzwerks durchgeführt wurde. Die Förderung von Geschäftsbeziehungen und Erfahrungsaustausch wurde von den Unternehmen dabei als wichtiges Ziel des Netzwerks eingestuft. Als eine Schwachstelle bei den Rahmenbedingungen empfanden die Befragten die Koordination zwischen den Bundesländern. Die wichtigsten Projekte des Netzwerks sind nach Ansicht der Befragten die Entwicklung einer Vision für das Cluster sowie die Einrichtung einer Adress-Datenbank.

Auf Vorschlag des koordinierenden Vorstandes wurden Arbeitsgruppen für die verschiedenen Aufgaben innerhalb des Netzwerks Pipeline- und Anlagenbau eingesetzt.

Ralf Portee (Industriemontagen Merseburg GmbH) erklärte sich bereit, den Arbeitskreise Außendarstellung des Netzwerks zu initiieren. Er stellte gemeinsam mit Hartmut Heilbronner ein vorläufiges Leitbild des Netzwerks zur Diskussion - dieses soll auf der nächsten Sitzung beschlossen werden. Prof. Robert Holländer (Universität Leipzig) betonte in seinem Entwurf zum Arbeitskreis Aus- und Weiterbildung vor allem die mögliche Herausbildung des Berufsbilds Pipeline-Ingenieur. Rainer Leipnitz (TÜV Industrie Service GmbH) als Netzwerksprecher gab vor allem die Einbindung der Wirtschaftsministerien als Ziel an, das im Bereich Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltungsgremien erreicht werden solle. An einer der letzten Sitzungen hatte ein Vertreter des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) teilgenommen. Leipnitz sprach sich dafür aus, dieses Interesse des Ministeriums aufrecht zu erhalten und auch die Ministerien Sachsen-Anhalts und Thüringens mit in das Netzwerk einzubinden. Einen Arbeitskreis Politik indes wird es vorerst nicht geben.

Hartmut Gransow (DMC One GmbH) will den Start des Arbeitskreises Kapital/Finanzierung vorantreiben. Er stellte zum einen Vorschläge zur Finanzierung von gemeinsamen Netzwerkaktionen vor. Zum anderen regte er an, über den Arbeitskreis nach Fördermöglichkeiten für die Netzwerkentwicklung zu suchen und über diese zu diskutieren. Gransow und Ralf Portee kündigten auch eigene Bereiche Kapital/Finanzierung, Leitbild sowie Interne Vernetzung und Kommunikation für die Homepage (www.pipeline-anlagenbau.de) an. Diese sollen in Kürze fertig gestellt werden. Gransow plädierte weiterhin für die Anfertigung von Flyern für das Netzwerk, auf denen das Projekt mit seinen Mitgliedern vorgestellt wird.

Zum Thema Innovation schließlich sprachen nochmals Andrea Urbansky sowie Karl-Heinz Aleit (Planung für Anlagen- und Rohrleitungsbau GmbH & Co. KG). Sie zeigten Themengebiete für den Arbeitskreis Innovation auf, dessen Koordination Aleit übernehmen wird. Damit verfügt das Netzwerk Pipeline- und Anlagenbau nun über fünf eigenständige Arbeitskreise (AKs), deren Ergebnisse in der Gesamtsitzung künftig zusammengetragen und diskutiert werden sollen. Die AKs werden eigene Treffen veranstalten und schnell Ergebnisse vorlegen. Im Dezember trifft sich der koordinierende Vorstand des Netzwerks nochmals, die nächste Gesamtsitzung ist für den Februar geplant.


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