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Mitteldeutsche Wirtschaft rückt enger zusammen

09. November 2005


Die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützen den länderübergreifenden Clusteransatz des Regionenmarketing Mitteldeutschland. Das ist das Ergebnis der Mitteldeutschen Kooperationskonferenz, die am Dienstag mit über 300 Besuchern im Volkshaus Jena stattfand. Mit der Unterstützung der Länder beim Aufbau von Koordinierungsstellen für die länderübergreifenden Cluster würde die notwendige Vernetzung der Unternehmen in Mittel- und Ostdeutschland schneller vorankommen, so der Vorstandsvorsitzende der Wirtschaftsinitiative Regionenmarketing, Georg Frank. Die Gründung derartiger "Cluster-Koordinierungsstellen" hatten mehrere hochrangige Unternehmensvertreter gefordert, darunter der Leipziger BMW-Werkleiter Peter Claussen, Christoph Mühlhaus von der Dow Olefinverbund GmbH und Ralf Thiericke von der CyBio AG aus Jena.

Die Teilnehmer der Konferenz "Wir sind seit dem letzten Jahr ein großes Stück vorangekommen in Mitteldeutschland", freut sich Frank. "Unser Konzept geht langsam auf." Bei der Zukunftskonferenz im vergangenen Jahr hatten sich die Unternehmen noch über die Organisation der länderübergreifenden Zusammenarbeit ausgetauscht. "Mit den von uns initiierten länderübergreifenden Arbeitsgremien in den Clustern Automotive, Biotechnologie, Chemie/Kunststoffe und Ernährungswirtschaft sind wir sehr zufrieden", so Frank. Dies hätten die rund 25 Vorträge in Jena gezeigt: "Der Schulterschluss mit den vielen kleinen Netzwerken aus den einzelnen Bundesländern ist gelungen - die Wirtschaft in Mitteldeutschland ist enger zusammen gerückt." Das sei ein Erfolg des Regionenmarketings.

Alexander von Witzleben, Chef der Jenoptik AG, machte in seinem Vortrag auf die hervorragenden Standortbedingungen in der Region aufmerksam. Die Wochenarbeitszeit liege zwei Stunden über dem Bundesdurchschnitt, die Bruttolöhne ein Drittel unter dem Niveau in Westdeutschland. Zudem lägen die Wachstumsraten im verarbeitenden Gewerbe über fünf Prozent. Die erfolgreiche Entwicklung der Wirtschaft in Mitteldeutschland müsse getrennt von der Schuldenpolitik der Länder betrachtet werden. Mehrere Referenten, darunter Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Rehberger und Regionenmarketing-Chef Frank hielten eine Länderfusion in Mitteldeutschland für erforderlich. "Damit würde sich für die Wirtschaft vieles vereinfachen", sagte Frank.

Jenas Oberbürgermeister Peter Röhlinger forderte Thüringen und Thüringer Unternehmen auf, sich stärker in Mitteldeutschland und im Regionenmarketing Mitteldeutschland zu engagieren. Die Wirtschaftsinitiative vereinigt rund 50 strukturbestimmende Unternehmen, die Kammern sowie die Städte Leipzig, Halle, Jena und Dessau.


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Dr. Helge Fänger, Serumwerk Bernburg AG
„In einer ständig globaler werdenden Welt muß auch die Wirtschaft in immer größeren Dimensionen denken und handeln. Hierzu leistet die Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland seit vielen Jahren Hervorragendes. ”