Wurpts: Clusterprozess auf stärkere Unterstützung der Länder angewiesen
Der mitteldeutsche Clusterprozess ist laut Regionenmarketing-Geschäftsführer Klaus Wurpts auf eine stärkere Unterstützung der Länder angewiesen. Dies äußerte er am Donnerstag, den 9. März 2006, vor über 100 Teilnehmern bei der 5. Wirtschaftskonferenz in Brehna. Der länderübergreifende Clusterprozess in Mitteldeutschland stehe vor einer entscheidenden Weichenstellung, so Wurpts weiter.
Zwar seien in dem von Unternehmen getragenen "bottom-up-Prozess" bereits zahlreiche Impulse aus der Wirtschaft für die Weiterentwicklung der Region gekommen, doch werde dies nicht ausreichend durch Aktivitäten von Bund und Ländern flankiert; auch wenn sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahren bereits enorm verbessert habe.
In seinem Vortrag zum Thema "Standortmarketing für Mitteldeutschland - Die Initiative der Wirtschaft" betonte Wurpts darüber hinaus, dass modernes Standortmarketing vor allem darin bestehe, die "Stärken zu stärken". Wichtig sei, dass eine Region vor allem über Inhalte wahrgenommen wird. Der mitteldeutsche Clusterprozess sei dafür "ein wichtiges Instrument, um die Region weiter voranzubringen", so Wurpts weiter. Exemplarisch verwies er auf das Cluster Ernährungswirtschaft Mitteldeutschland, das in der Westdeutschen Zeitung als bisher einzige derartige Kompetenzbündelung in der deutschen Lebensmittelbranche vorgestellt wurde.
Die von ISW-Geschäftsführer Dr. Michael Schädlich moderierte 5. Wirtschaftskonferenz in Brehna stand unter dem Motto "Standortmarketing - Neue Wege, neue Sichten". Veranstalter waren die EWG Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Bitterfeld-Wolfen mbH und der Initiativkreis Bitterfeld-Wolfen e.V.

