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Cluster Ernährungswirtschaft will funktionelle Lebensmittel in Handel bringen

12. Mai 2006


Unternehmen aus der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft wollen gemeinsam so genannte "funktionelle Lebensmittel" vermarkten. Ein erster Ansatz dazu wurde auf der letzten Sitzung des Clusterboards Ernährungswirtschaft Mitteldeutschland diskutiert, die am Montag, den 8. Mai 2006, bei der ÖHMI Analytik GmbH in Magdeburg stattfand.

Durch die Projektpartnerschaft der Hochschule Anhalt (FH) mit Unternehmen aus dem mitteldeutschen Ernährungscluster wurden bereits verschiedene funktionelle Lebensmittel entwickelt. Derartige Produkte ("Functional Food") sind Lebensmittel, die mit speziellen Zusatzstoffen angereichert sind und somit über ihren Nähr- und Genusswert hinaus einen gesundheitlichen Nutzen für den Menschen aufweisen.

In Kürze sollen Gespräche mit verschiedenen Handelsketten stattfinden, um die funktionellen Lebensmittel aus den Projektpartnerschaften sowie die bereits in der Region bestehenden Produkte gemeinsam zu vermarkten. "Damit ergibt sich für die einzelnen Unternehmen eine zusätzliche Vermarktungschance für ihre Produkte", erklärt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland.

Beispielsweise entwickelte die Hochschule Anhalt unter Leitung von Prof. Dr. Markus Seewald Wurstprodukte, die mit dem lebenswichtigen B-Vitamin Folsäure angereichert sind. Unter anderem entstand so die Folsami, eine mit dem B-Vitamin angereicherte Salami.

Ein weiteres Thema der Clusterboardsitzung war eine für den 19. Mai 2006 geplante Pressekonferenz des Clusters auf dem Flughafen Leipzig/Halle (K1). Dort soll neben den bisherigen Erfolgen der Arbeit des Clusterboards auch das Clusterinformationssystem zur mitteldeutschen Ernährungswirtschaft vorgestellt werden. Mit Unterstützung der Landesmarketing-Gesellschaft Sachsen-Anhalt (LMG) hat das Cluster gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und Tourismus Anhalt GmbH ein Informationssystem eingerichtet, das online in Form einer interaktiven Landkarte alle Unternehmen und Clusterakteure der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft zeigt. Hier ist bereits jetzt eine Testversion verfügbar.

Im Anschluss an die Clusterboardsitzung fand der Clusterelevator-Pitch des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland im Bereich Ernährungswirtschaft statt. Nachdem die für die einzelnen Cluster eingereichten Bewerbungen in den vergangenen Wochen auf ihre wirtschaftliche und fachliche Substanz geprüft wurden, laufen seit diesem Montag die Elevator-Pitches in den einzelnen Clustern. Dort haben die besten Bewerber aus jedem Cluster bei einem Präsentationstermin die Möglichkeit, ihre Innovationsidee persönlich vorzustellen. Die 12 Besten der sechs Cluster-Elevator-Pitches erhalten eine Nominierung für den IQ-Gesamtpreis, über den eine 20-köpfige Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Politik/Verwaltung Ende Mai entscheidet. Die sechs Clustersieger und der IQ-Gesamtsieger werden zusammen mit den Städtegewinnern im Rahmen des Preisverleihungsevent, das am 15. Juni 2006 in der Neuen Residenz in Halle/Saale stattfindet, erstmalig bekannt gegeben.

Der IQ-Clusterpreis Ernährungswirtschaft wird von der ÖHMI Analytik GmbH Magdeburg gestiftet. Prof. Dr. Dieter Orzessek (Rektor Hochschule Anhalt (FH)) ist Mitglied der IQ-Clusterjury für den Bereich Ernährungswirtschaft. "Ich möchte als Person die Aktivitäten der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland unterstützen. Da Hochschulen finanziell nicht viel beisteuern können, wollen wir die Initiative wenigstens ideell nach Kräften unterstützen", erklärt er seine ehrenamtliche Jurytätigkeit. "Der IQ Innovationspreis geht über die üblichen kommunalen oder Ländergrenzen hinaus und befördert damit die dringend notwendige Integration im Wirtschaftsraum Mitteldeutschland. Gleichzeitig zeigt sich hier ein neues Niveau im professionellen Herangehen an eine solche Preisauslobung", so Orzessek weiter.
Dr. Sylvia Busch,
Geschäftsführerin
ÖHMI Analytik GmbH

"Der IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland präsentiert aus meiner Sicht sehr eindrucksvoll die Wettbewerbsfähigkeit und Dynamik der mitteldeutschen Wirtschaftsregion", erläutert Prof. Dr. Wolfram Schnäckel (HS Anhalt), der ebenfalls Mitglied in der Clusterjury Ernährungswirtschaft ist. "Als ausgebildeter Lebensmitteltechnologe und Kind Mitteldeutschlands fühle ich mich in besonderem Maße der weiteren Entwicklung der Ernährungsindustrie im mitteldeutschen Raum verbunden. Es ist für mich eine Ehre, wenn ich einen bescheidenen Beitrag zu dieser Entwicklung leisten kann. Ich bin der Auffassung, über die Tätigkeit als Clusterjuror die Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft auch ein bisschen zu stärken", erklärt er weiter.

Koordiniert wird die Clusterjurytätigkeit im Bereich Ernährungswirtschaft von Simone Keim, ebenfalls von der Hochschule Anhalt. Die Hochschule ist zudem die koordinierende Forschungseinrichtung im mitteldeutschen Ernährungscluster.

Weitere Informationen:
Homepage des Clusters Ernährungswirtschaft Mitteldeutschland
Homepage des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland


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Mario Busch, S&P Ingenieure + Architekten
„Für Mitteldeutschland, für unsere Region, engagieren wir uns mit "Herzblut". Wir wollen aktiv dazu beitragen, dass diese Wirtschaftsregion durch Innovationskraft, Wachstum und Lebensqualität eine starke Zukunft hat.”