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Chemiestandort Mitteldeutschland stellt sich auf der ACHEMA vor

19. Mai 2006


Andreas Hiltermann, Geschäftsführer der InfraLeuna Infrastruktur und Service GmbH, präsentierte den Chemiestandort Mitteldeutschland auf der ACHEMA, dem Weltforum der Prozessindustrie. Innerhalb einer Vortragsreihe über die „Bedeutung der Chemiestandorte im Zeichen der Globalisierung“ sprach er über die Vorzüge der mitteldeutschen Chemieparks.

Die mitteldeutschen Chemiestandorte seien die Vorreiter im globalen Umstrukturierungsprozess der chemischen Industrie: „Dahinter stehen eine 100jährige mitteldeutsche Chemietradition und - im Ergebnis des Umstrukturierungsprozesses der ostdeutschen Chemieindustrie der letzten Jahre - die modernsten Chemieanlagen“, so Hiltermann. Das und die damit einhergehende Innovationsausrichtung habe nicht nur die Flexibilität der Unternehmen, sondern auch die Kooperation von Wirtschaft und Politik stark gefordert und gefördert. Die damit hervorragend aufgestellten Chemiestandorte böten beste Voraus­setzungen für neue Ansiedlungen. Hiltermann betonte den Mehrwert der aktiven Kooperationen von Mittelstand, Großindustrie und Forschungseinrichtungen, die stark zur Entwicklung „einer auf Chemie und Kunststofftechnik ausgerichteten Innovationslandschaft“ beitrügen. Innovationspotential habe Mitteldeutschland bereits mit dem Konzept der Chemieparks bewiesen, so können neben dem ChemiePark Bitterfeld Wolfen, der Aufbau einer Infrastrukturgesellschaft wie der InfraLeuna Infrastruktur und Service GmbH am Chemiestandort Leuna oder das ValuePark® Konzept der Dow Olefinverbund GmbH genannt werden. Die Offenheit der mitteldeutschen Chemiebranche für Zusammenarbeit zeigt sich auch in den erfolgreichen Netzwerk- und Clusterprozessen, die von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland koordiniert werden.

Die Kooperation der Standorte wird über das Netzwerk der Chemiestandorte CeChemNet verfolgt. Zu dem Verbund gehören der ChemiePark Bitterfeld Wolfen, der Chemiestandort Leuna, der DOW ValuePark® Schkopau und Böhlen, BASF Schwarzheide sowie der Chemie- und Industriepark Zeitz. CeChemNet bündelt das Know-how der Standorte, schafft Synergien durch Rohstoffverbund und fördert den Wissenstransfer der Standorte untereinander. „Die großen Chemiezentren des mitteldeutschen Chemiedreiecks sind mit europaweit nicht vergleichbaren modernsten Chemieanlagen und den mittelständischen Kunststoffverarbeitern sehr gut positioniert. Nahezu einzigartig ist der sehr gute Stoffverbund in Mitteldeutschland. Jeder der Standorte hat eine innovative Ausrichtung mit einem jeweils spezifischen Profil, so zum Beispiel das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthesen und -verarbeitung im Dow ValuePark. Durch eine enge Kooperation zwischen kleinen und großen Unternehmen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen profitieren sie voneinander“, fasst Peggy Padur, Projektmanagerin von CeChemNet, die Vorzüge Mitteldeutschlands für die Chemie/Kunststoffe-Branche zusammen.

Das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung präsentierte sich auch auf der ACHEMA und erfreute sich des Besuchs von Detlef Schubert, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt. Der neue Staatssekretär folgte der Einladung der CeChemNet. Zusammen mit Andreas Hiltermann (Geschäftsführer, InfraLeuna Infrastruktur und Service GmbH), Dr. Christoph Mühlhaus (Geschäftsführer, Dow Olefinverbund GmbH, Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland) und anderen Gästen besuchte er zunächst den Messestand der CeChemNet, der für die mitteldeutschen Chemieparks unter der Devise „Chemical Parks and Sites in Germany“ für ganz Deutschland als Chemiestandort warb. Im weiteren Programm des Staatssekretärbesuchs waren der Messestand "Forschung für die Zukunft Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen" und ein Stopp bei der Elektrochemie Halle GmbH. Das Unternehmen gehörte in diesem Jahr zu den Finalisten des „IQ Innovationspreis Mitteldeutschland“ für das Cluster Chemie Kunststoffe.

Die ACHEMA ist der weltgrößte Branchentreff für Chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie. Erwartet wurden rund 4.000 Aussteller. Neben dem Gemeinschaftsstand der IHK Halle-Dessau mit vier Unternehmen und dem Stand „Forschung und Technologie“ aller sachsen-anhaltischen Hochschulen mit 10 Projekt-Vorstellungen sind erstmals auch die mitteldeutschen Chemiestandorte mit über 20 Ausstellern gemeinsam vertreten. Im Rahmen der Messe werden von der DECHEMA seit 1994 jährlich sechs Studentenpreise vergeben, die zur Effizienzsteigerung des deutschen Hochschulstudiums beitragen sollen. Die meisten Preise gingen bisher an Studenten der Universität Halle/Wittenberg. Auch dieses Jahr hat eine Hallenser Absolventin, Diplom-Biochemikerin Cindy Schulenburg, den Preis im Bereich Biotechnologie gewonnen.


Links:

Cluster Chemie/Kunststoffe

ACHEMA 2006

CeChemNet

InfraLeuna - Infrastruktur und Service GmbH

Elektrochemie Halle GmbH

DECHEMA - Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.


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Dr. Percy Dahm, arvato Systems perdata GmbH
„Wir engagieren uns in der Metropolregion Mitteldeutschland, weil wir damit auch in Zukunft diesen hervorragenden Wirtschaftsstandort mitgestalten werden.”