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Wirtschaftsinitiative unterstützt "Foodbank"-Initiativen

21. Juli 2006


Die Europäische Union (EU) plant die Einrichtung von acht Lagerstätten für überschüssige Lebensmittel in Deutschland. Die Wirtschaftsinitiative fordert angesichts der starken Ernährungsbranche eine derartige „Foodbank“ auch in Mitteldeutschland aufzubauen.

„Eine Foodbank in Mitteldeutschland würde unsere Unternehmen bei der Entsorgung von Überschüssen finanziell entlasten und zugleich karitativen Einrichtungen wie der „Tafel“ zugute kommen“, begründet Friedrich Kolbitz, Clustermanager Ernährungswirtschaft, die Motivation der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Nun seien die Partner der öffentlichen Verwaltung gefragt, sich für eine mitteldeutsche Foodbank stark zu machen. „Dabei müssen wir uns jedoch koordinieren, damit nicht jede Kommune sich auf eigene Faust bewirbt“, fordert Kolbitz. Auch die regionalen Wohltägigkeitsverbände seien zur Kräftebündelung aufgerufen.

Noch immer entstehen in der EU jährlich erhebliche Überschüsse bei der Agrarproduktion. Die einst als Lebensmittelreserve angelegten und später als „Milchseen“ oder „Butterberge“ verschrienen Überschüsse werden europaweit in 12 Ländern in über 160 großen Lagerhallen aufbewahrt. Nur in Deutschland gibt es derartige Foodbanks noch nicht. Nun sollen acht Stück, verteilt auf die ganze Republik, mit bis 75prozentiger EU-Förderung aufgebaut werden. Dadurch könnten auch einige neue Arbeitsplätze entstehen. - „Eine Chance für unsere Unternehmen, für die Bedürftigen und für die gesamte Region“, fasst Kolbitz zusammen.

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Günter Albers, ELA-Container GmbH
„Gern engagieren wir uns in Mitteldeutschland, denn die Region ist eine der stärksten in Europa mit großem Potenzial.”