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Ernährungscluster will neue Produkte vermarkten

11. August 2006


Beim Projekt „Funktionelle Lebensmittel" des mitteldeutschen Cluster Ernährungswirtschaft wurde nun die erste Phase der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erfolgreich abgeschlossen. Die Produkte sollen nun vermarktet werden.

Neue ernährungsphysiologisch sinnvolle, präbiotische, funktionelle Lebensmittel zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten, war das gemeinsame Ziel von acht Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich aus Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie der Hochschule Anhalt (FH) und der Wirtschaftsförderung & Tourismus Anhalt GmbH. Die erste Phase dieses Projektes wurde nun abgeschlossen.

Ermöglicht wurde dieses Vorhaben durch das „NEMO-Förderprogramm“ Netzwerkmanagement-Ost des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, welches ausschließlich in den neuen Bundesländern die Bildung innovativer Netzwerke von kleinen und mittleren Unternehmen und Forschungseinrichtungen unterstützt. Koordiniert und umgesetzt wurde das Projekt durch die Wirtschaftsförderung & Tourismus Anhalt GmbH mit Sitz in Dessau. Netzwerkmanager war Friedrich Kolbitz, Reg.-Präsident a.D. Die wissenschaftlich Begleitung efolgte durch ein Kompetenzteam der Hochschule Anhalt (FH) unter Leitung von Professor Seewald, welches sowohl aktiv in die Projektumsetzung mit eingebunden war, als auch für fachspezifische Fragestellungen während des Projektverlaufes zur Verfügung stand.

Netzwerkpartner sind Unternehmen wie die Wikana Keks- und Nahrungsmittel GmbH in Wittenberg; die ÖHMI Analytik GmbH und die Fleischerei Mai e.G. in Magedurg, die Feinkost-Reich GmbH in Ditfurt, die Leha Karsdorfer Marketing-GmbH in Bad Bibra , die Stendaler Landbäckerei GmbH, die Silberthaler Fleischwaren GmbH Delitzsch und die Bauerngut Fleisch- und Wurstwaren GmbH.

Im Projektverlauf wurde deutlich, dass sich das Interesse der Unternehmen nicht allein auf präbiotische Produkte, sondern auch auf funktionelle Lebensmittel genereller Art bezog. Der gesundheitliche Zusatznutzen, den diese Produktgruppe mit sich bringt, wurde von allen als interessantes Verkaufsargument betrachtet. Somit wurden die Entwicklungsarbeiten auf funktionelle Produkte erweitert, wobei neben den Präbiotika auch der Zusatz von Vitaminen und Mineralstoffen relevant war. Es gelang, einige Produkte neu zu entwickeln, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen aufweisen. Dies wurde erreicht durch den Einsatz von Ballaststoffen, wie Inulin, Hafer- oder Weizenfasern sowie durch die Beigabe von Vitaminen und Calcium. Aber auch geschmacksgebende Komponenten erhöhen das Alleinstellungsmerkmal der entwickelten Produkte und fördern somit den Abverkauf. In Unternehmen, in denen bisher keine realen Neuentwicklungen vorliegen, konnten zumindest durch Know-How-Transfer und die Bereitstellung von Informationen die Produktentwicklung angeschoben und neue Impulse vermittelt werden.

Die zukünftigen Entwicklungen des Netzwerkes zielen auf eine Vermarktung der entwickelten funktionellen Lebensmittel ab. Diesbezüglich haben sich zwei Strategien herauskristallisiert, die auch im Rahmen der Clusterboardsitzung des Mitteldeutschen Ernährungsclusters mit den Vertretern aus der Wirtschaft diskutiert worden sind, um eine sichere Umsetzung zu gewährleisten. So könnten zum einen die im Rahmen des Netzwerks entwickelten funktionellen Produkte in einem kleinen Warenkorb mit Herausarbeitung des gesundheitlichen Zusatznutzens angeboten werden.

Zum anderen besteht die Möglichkeit, weitere Projektpartner zu gewinnen, die bereits funktionelle Lebensmittel entwickelt haben, um dann gemeinsam einen großen Warenkorb mit funktionellen Lebensmitteln aus allen Branchen zusammen zu stellen. Dieser könnte dann, ähnlich wie die VIVA-VITAL-Produkte der Handelskette PLUS, verschiedenen Handelsketten angeboten werden. Erste Gespräche dazu wurden bereits geführt und von einer Handelskette Interesse an der Umsetzung des Projektes signalisiert.
Begleitend dazu wurde im Rahmen des Projektes ein umfangreiches Marketingkonzept zur Gestaltung strategischer Marketingmaßnahmen bei der Vermarktung von Funktionellen Lebensmitteln erarbeitet.

Beide Strategien und das Marketingkonzept wurden in der letzten Netzwerkzusammenkunft den Netzwerkpartnern vorgestellt und diskutiert. Es stellte sich dabei heraus, das vor allem die gemeinsame Vermarktung funktioneller Lebensmittel in Form eines kompletten Warenkorbes als geeignet erscheint, um zum einen das Interesse des Handels an diesem neuem Marktsegment zu wecken. Zum anderen wird auch dem eigentlichen Netzwerkgedanken des Projektes noch stärker Rechnung getragen, da eine größere Anzahl von Unternehmen als bisher benötigt wird, um einen entsprechenden Warenkorb umfassend füllen zu können. Es wurde beschlossen, diese Strategie in der 2. Phase umzusetzen.

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Dr. Chr. Schleicher, Bayer Bitterfeld
„Mitteldeutschland finde ich klasse durch den interessanten Mix von Wirtschaft, Wissenschaft und Kulturgeschichte.”