Zukunftskonferenz Ernährungswirtschaft
Zur ersten Zukunftskonferenz Ernährungswirtschaft trafen sich nationale und internationale Branchenexperten aus Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und Politik in Magdeburg. Der Einladung von Bundesminister Horst Seehofer folgten hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft. Redner waren u.a. der Bundesminister Horst Seehofer, Wolfgang Tiefensee und Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer. Die Ernährungswirtschaft wird u.a. vertreten von Jürgen Abraham, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und von Josef Sanktjohanser, Vizepräsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels.
Trends und Innovationen sowie Inlands- und Auslandsstrategien aus Industrie und Handel sind zentrale Themen der Konferenz. „Marketing und Vertrieb sind neben der Innovation die wichtigsten Themenfelder für die mitteldeutsche Ernährungswirtschaft“, sagt Friedrich Kolbitz, Clustermanager des mitteldeutschen Ernährungsclusters. Die Steigerung der Exportquote und die Listung in die Supermarktregale der westlichen Bundesländer seien wichtige Anliegen der Unternehmen in Mitteldeutschland. In einem starken Netzwerk können erfolgreiche Strategien zum Nutzen der Unternehmen und der Region umgesetzt werden, so Kolbitz.
Die deutsche Ernährungsbranche hat im vergangenen Jahr mit 1,3 Millionen Beschäftigten einen Jahresumsatz von rund 260 Milliarden Euro erzielt. Als umsatzstärkste Branche in Ostdeutschland verfolgt die Ernährungswirtschaft das Ziel ihre Netzwerke weiter auszubauen. Im Themenblock „Netzwerkbildung - Gemeinsam Stärke zeigen“ sprach Dr. Reiner Haseloff, Minister im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen Anhalt. Sein Fazit: „Netzwerke und Clusterinitiativen mit einer klaren Ausrichtung auf Unternehmensinteressen sind ein wichtiges Element der Wirtschaftsentwicklung. Aus Sicht der Landesregierung sind sowohl regionale Initiativen als auch länderübergreifende Clusterprozesse mit ausgeprägten Synergieeffekten und starker Außenwirkung Erfolg versprechend.“
Rainer Thiele (KATHI Rainer Thiele GmbH), Mitglied des mitteldeutschen Clusterboards Ernährungswirtschaft, sprach über seine Erfahrungen als Unternehmer in Ostdeutschland. Mit den Worten „es muss für beide genug zum Leben übrig bleiben“ warb er für eine gute und faire Partnerschaft zwischen Handel und Produzenten. Sein Fazit „Wir wollen alle produzieren aber auch weiter investieren, dafür braucht man Gewinne.“
Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Netzwerkbildung, stellte fest: „Um Größennachteile aus der überwiegend kleinteiligen Wirtschaftsstruktur in Ostdeutschland auszugleichen, ist es unerlässlich, dass sich kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen mehr noch als bisher zusammenschließen und Netzwerke und innovative Cluster bilden. So kann man Kräfte bündeln und Marktmacht begründen“.
Veranstalter der Konferenz sind das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Land Sachsen-Anhalt sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Konferenzwebsite.

