Mitglieder wollen Gieseler-Thesen weiterentwickeln
Zur weiteren inhaltlichen Stärkung der länderübergreifenden Kooperationsprozesse sollen die vom Aufsichtsratsvorsitzenden formulierten „5 Thesen zur Zukunft Mitteldeutschlands“ mit neuen Projekten der Wirtschaftsinitiative untersetzt werden. Das hat nun die Mitgliederversammlung beschlossen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Dr. Manfred Gieseler, hatte die fünf Thesen kürzlich auf dem sächsischen Unternehmertag vorgetragen und dafür breite Zustimmung erhalten. Darin fordert der hauptberufliche Geschäftsführer der TOTAL-Raffinerie in Leuna unter anderem die Entwicklung einer mitteldeutschen „Wirtschaftsunion“, die Entwicklung von Wissensclustern sowie Projekte zur Steigerung der regionalen Attraktivität für junge, talentierte und kreative Menschen. Wie schon bei der erfolgreichen Entwicklung der neuen strategischen Ausrichtung der umbenannten Wirtschaftsinitiative, sollen diese Themen nun im Rahmen eines Workshopprozesses im kommenden Frühjahr vertieft und mit neuen Projekten untersetzt werden.
Weitere Themen bei der Mitgliederversammlung im Leipziger BMW-Werk waren der im November beginnende IQ Innovationspreis, aktuellen Marketingprojekte wie die Imagebroschüre sowie der Clusterprozess. In seinem Bericht von der internationalen Clusterkonferenz in Lyon machte Geschäftsführer Klaus Wurpts deutlich, dass vergleichbare Clusterinitiativen andernorts auf der Welt erheblich stärker, auch mit finanziellen Mitteln, von der öffentlichen Hand getragen werden als dies bisher in Mitteldeutschland der Fall sei. Die gemeinsame Vision aller Akteure einer Region sei jedoch ein wesentlicher Erfolgsfaktor für wirtschaftlichen Erfolg. Weltweite Untersuchungen zeigten zudem, dass regional aufgestellte Cluster mindestens genauso erfolgreich sind wie lokal, hoch konzentrierte Initiativen. Die „kritische Masse“ sei ausschlaggebend.
Als einen der wichtigsten Erfolge in diesem Jahr nannte Wurpts die so genannte „Case Study“, die die Harvard Business School zur Wirtschaftsinitiative und zum länderübergreifenden Clusterprozess geschrieben hat. „Das ist eine Studie, die zu Unterrichtszwecken an mehreren Business Schools auf der ganzen Welt eingesetzt wird“, erklärt Wurpts. „Ein ideales Marketinginstrument für unsere Wirtschaftsregion.“ Wichtige Impulse erwartet sich Wurpts für Mitteldeutschland bei der im November beginnenden Ringvorlesung, zu der internationale Experten in der Leipziger Handelshochschule erwartet werden.
Schließlich hat der aktuelle IQ-Preisträger Felix von Nathusius die ifc composite GmbH aus Haldensleben den Mitgliedern vorgestellt. Das innovative Unternehmen hat ein Verfahren zur Massenherstellung so genannter Blattfedern für Kleintransporter aus einem leichten Glasfasermaterial entwickelt und arbeitet bereits für Mercedes in Ludwigsfelde.
Links:
- Mehr zu den 5 Thesen zur Zukunft Mitteldeutschlands
- ifc composite GmbH
Downloads:
- 5 Thesen für Mitteldeutschland (pdf)
- Natusius-Präsentation (pdf)

