Ernährungscluster gibt Erfahrungen weiter
Der Landkreis Nienburg/Weser hatte den mitteldeutschen Clustermanager Friedrich Kolbitz eingeladen, über seine Erfahrungen in Mitteldeutschland zu berichten.
In seinem Vortrag beim Branchennetzwerk Ernährung+ berichtete Kolbitz über die Wirtschaftsinitiative, den mitteldeutschen Clusterprozess und die Erfahrungen im länderübergreifenden Netzwerk.
Wichtig für die Nienburger waren die Ausführungen zu speziellen Projekten, wie dem NEMO-Projekt „Entwicklung und Vermarktung Funktioneller Lebensmittel“ und der Entwicklung einer IT-Lösung zur Warenrückverfolgung für KMU. Gerade dabei wird der Nutzen für die Partner eines Clusters sichtbar, denn auch in Nienburg wurde gefragt, welchen Nutzen ein Netzwerk für Unternehmen hat.
„Beeindruckt hat mich der feste Wille beider Seiten, sowohl der Verwaltung als auch der Unternehmen, etwas zu bewegen und ihre Region gemeinsam zu gestalten. Eine solch intensive Diskussion verbunden mit vielen interessanten Vorschlägen erlebt man in einer Auftaktveranstaltung nicht so oft“, so Kolbitz.
Von der Zusammenarbeit im Netzwerk erwarten die Workshopteilnehmer außerdem einen einfacheren und besseren Zugang zu Fachinformationen und Fördermitteln. Interesse besteht zudem an einem gemeinsamen Marketing für die Region und die hier ansässigen Unternehmen. Angeregt wurde dabei die Entwicklung einer Marke, mit denen Produkte aus der Region gebrandet werden können.
Besonders interessiert aufgenommen wurde die Präsentation des mitteldeutschen Clusterinformationssystems, das internetbasiert die vielfältigen Möglichkeiten und die gut organisierte Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft abbildet.
Mit dem Workshop zum Branchennetzwerk Ernährung+ hat der Landkreis Nienburg/Weser seine Idee einer privat-öffentlichen Zusammenarbeit im Bereich der Ernährungswirtschaft öffentlich vorgestellt. Eine wichtige Empfehlung der Standortstrategie ist die Förderung der Ernährungsbranche, um Impulse für die regionale Wirtschaftsentwicklung zu setzen.
Ziel ist es, den Ernährungsstandort Mittelweser überregional zu profilieren und die Marktchancen der ansässigen Unternehmen zu stärken. Dies könne nur in Zusammenarbeit mit den relevanten Unternehmen und Institutionen der Region geschehen, so der Tenor der Branchenkonferenz. Die Aufgabe sei daher, weitere Unternehmen für das Netzwerk zu gewinnen.
Die Teilnahme von rund 25 Vertretern aus Landwirtschaft und Gewerbe zeigt die positive Grundstimmung zur Bildung des Branchennetzwerkes und zur Mitarbeit an weiteren Projektschritten. Der Landkreis Nienburg/Weser hat im Jahre 2005 zusammen mit der Ramboll Management GmbH eine regionale Standortstrategie entwickelt. Mit dieser neuen Leitlinie sollen die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung gebündelt und gezielter eingesetzt werden.
Download:
Präsentation von Friedrich Kolbitz, Clustermanager mitteldeutsche Ernährungswirtschaft

