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Thüringer sind zu Länderfusion geteilter Meinung

27. November 2006


Laut der aktuellen Umfrage „Thüringen Monitor 2006“ befürworten 40 Prozent der befragten Thüringer eine Länderfusion mit den Nachbarländern Sachsen und Sachsen-Anhalt. 41 Prozent stehen einer solchen Fusion zu einem geeinten Mitteldeutschland eher ablehnend gegenüber.

In der aktuellen Regierungserklärung Thüringens sagte Ministerpräsident Dieter Althaus: „Unser Land steht nicht zur Disposition!" Überall dort wo es sinnvoll und angebracht sei, sei ein länderübergreifende Kooperation wünschenswert, sagte der Ministerpräsident. Das Land Thüringen sei nicht auf die Nachbarländer angewiesen, sondern habe ausreichend eigene Entwicklungspotenziale. Als Beispiele nennt die Thüringer Landesregierung die positive Entwicklung der Arbeitsmarktpolitik und das bundesweite Dynamik-Ranking, in dem Thüringen einen vorderen Platz belegt.

Der 7. Thüringen-Monitor ist eine wissenschaftliche Studie der Universität Jena, in der die Ergebnisse einer landesweiten Telefonbefragung von „Infratest dimap" zwischen dem 28. Juni und 18. Juli 2006 unter 1.000 wahlberechtigten Thüringern ausgewertet wurden.

Die Fusionsfrage werde zwischen den thüringischen Parteien kontrovers diskutiert, sagen die Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität, die den Monitor Thüringen 2006 erstellt haben. Die Zustimmung sei innerhalb der SPD nur geringfügig höher als bei der CDU. Unterschiede gebe es auch in den Regionen. So sei die Akzeptanz für eine Vereinigung bei den Bewohnern an der Grenze zu Sachsen und Sachsen-Anhalt höher als im Süden und Westen des Landes. Die eigene Identität als Thüringer wird nicht als beeinträchtigt angesehen. Stärker wiegt die Verbundenheit (über 80 Prozent) mit Region und Wohnort.

Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland vertritt die Ansicht, dass die Unternehmen der Region bereits über Ländergrenzen hinweg kooperieren. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative Klaus Wurpts zieht dazu unter dem Titel „Wirtschaftsregion Mitteldeutschland: Chancen und Potenziale“ eine provokative Bilanz der Wirtschafts- und Marketingaktivitäten des mitteldeutschen Raumes aus internationaler Perspektive. Zudem wird er Handlungsempfehlungen der länderübergreifenden Wirtschaftsinitiative präsentieren. Die von der weimar GmbH und der aproxima Weimar organisierte Veranstaltung findet am Freitag, den 01.Dezember 2006 im Congress Centrum Neue Weimarhalle statt.


Weitere Informationen:

Regierungserklärung des Landes Thüringen

Thüringen Monitor 2006: „Politische Kultur im Freistaat Thüringen: Thüringens Zukunft aus Bürgersicht: Erwartungen, Herausforderungen, Gestaltungsmöglichkeiten“ (.pdf) vom Institut für Politikwissenschaft Friedrich-Schiller-Universität Jena

Vortrag zum Thema: „Wirtschaftsregion Mitteldeutschland: Chancen und Potenziale“
Freitag, 1. Dezember 2006, 17:30 Uhr, im Seminargebäude im congress centrum neue weimarhalle, Unesco-Platz 1, Kontakt: aproxima Weimar


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Klaus Papenburg, GP Günter Papenburg AG
„Die Wirtschaftsinitiative engagiert sich seit nunmehr 13 Jahren für die aktive Gestaltung des Wirtschaftsstandortes Mitteldeutschland und trägt so zu dessen nachhaltiger Entwicklung und Profilierung bei. Dabei nutzt die Initiative das vorhandene Potential der führenden Unternehmen sowie der hiesigen Verwaltung und fokussiert auf die Region Mitteldeutschland als Ganzes. Erfolgreiche Unternehmen brauchen eine starke Region.”