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Netzwerke präsentieren neuen Biotech-Report

29. Juni 2007


Der neue Ernst & Young-Report zur Biotech-Branche dokumentiert verhaltene Zuversicht und optimistische Stimmung. Branchenexperten treffen sich anlässlich der Veröffentlichung zum Workshop am 5.Juli in der Leipziger BIO CITY.

Die drei Biotechnologie-Organisationen BioInstrumente Jena e.V. (Thüringen), BIO Mitteldeutschland GmbH (Sachsen-Anhalt) und biosaxony (Sachsen) laden zu einer Diskussion der Studie. Mit dabei ist auch die Biotech-Branchenexpertin Julia Schüler, Autorin des Biotechnologie-Report 2007 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Der Titel der diesjährigen Studie „Verhaltene Zuversicht“ spiegelt die allgemein verbreitete optimistische Stimmung in der Branche wider.

Laut Report habe die Konsolidierung der letzten Jahre zu besser definierten Geschäftsmodellen mit klareren Zukunftsperspektiven geführt. Positive Entwicklungen bei den Unternehmenskennzahlen tragen die Zuversicht ebenso wie sichtbare Fortschritte in der Produktentwicklung, bei Allianzen und bei der Finanzierung von börsennotierten Firmen. „Die Branche ist bei der Produktentwicklung weiter voran geschritten“, kommentiert Schüler. „Der lang ersehnte Durchbruch mit weiteren Marktzulassungen steht zwar noch bevor, ist aber in den nächsten zwei bis drei Jahren abzusehen“, so Schüler weiter.

Auch in der Region Mitteldeutschland hat sich die Gründungsintensität in der Life-Science-Branche nach zuletzt abnehmender Intensität weiter stabilisiert. Zunehmend kann die Region ihre klassische Stärke in der Verbindung mit der chemischen Industrie ausspielen: die Unternehmensgründungen in der Weißen und Industriellen Biotechnologie haben sich gegenüber dem Jahr 2000 nahezu vervierfacht. Auch tragen die hohen Investitionen in die Forschungslandschaft langsam Früchte. So sei die größte Gründungsintensität in Mitteldeutschland neben der Medizintechnik im Bereich der Roten und Medizinischen Biotechnologie zu verzeichnen.

Allerdings blieben Zweifel hinsichtlich der Verfügbarkeit von Venture Capital für jüngere Unternehmen. So sei der Zufluss von Venture Capital an nicht gelistete Unternehmen im vergangenen Jahr um 35% eingebrochen. „Die VC-Gesellschaften konzentrieren sich seit Jahren zu sehr auf reifere Unternehmen mit fortgeschrittenen Produktentwicklungen“, kommentiert Schüler. „Dies geht zu Lasten der jungen Unternehmen in früheren Entwicklungsphasen und schlägt inzwischen sogar auf den Nachschub an reiferen Firmen durch. Für die deutsche Biotech-Branche ist diese anhaltende Finanzierungslücke eine beunruhigende Entwicklung.“

Siegfried Bialojan, Leiter des Industriesektors Biotech bei Ernst & Young kommentiert dennoch die Ergebnisse der Studie positiv: „Die deutsche Biotechnologie-Branche ist wieder klar auf Wachstumskurs. In diesem Jahr wird die deutsche Biotech-Branche die Umsatzmilliarde überschreiten. Die Stimmung ist deutlich besser als in den Vorjahren, und es wird endlich wieder mehr investiert.“

Der Report hat das Ziel, die unternehmerisch geprägte Biotechnologie-Industrie in Deutschland abzubilden. Es handelt sich um einen unabhängigen Branchenbericht ohne externen Auftraggeber, auf dessen Inhalt kein Einfluss durch einzelne Unternehmen oder Institutionen ausgeübt wurde.

Die Veranstaltung in der BIO CITY LEIPZIG beginnt am 5. Juli um 17.00 Uhr.

Anmeldung:
Martin Pohle

Weitere Informationen:
Bestelloption für den Biotechnologie-Report bei Ernst & Young
BioInstrumente Jena e.V. (Thüringen)
BIO Mitteldeutschland GmbH (Sachsen-Anhalt)
biosaxony (Sachsen)


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Oliver Fern, Sachsen Bank
„Innovationsstärke, Unternehmergeist und Flexibilität zeichnet die Wirtschaft in Mitteldeutschland aus. Die Sachsen Bank unterstützt die Unternehmen als regionale Bank in allen Finanzfragen. ”