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Chemie-Cluster steht bald "auf eigenen Füßen"

09. August 2007


Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Haseloff kündigt die Förderung des von der Wirtschaftsinitiative initiierten länderübergreifenden Clusterprozesses Chemie/Kunststoffe an.

„Als wir 2004 bei der Zukunftskonferenz mit dem länderübergreifenden Clusterprozess gestartet sind, haben uns noch viele belächelt.“ Das sagte Wirtschaftsinitiative-
Geschäftsführer Klaus Wurpts am Donnerstag bei einer Pressekonferenz zur Präsentation des ersten „Clusteratlas Chemie/Kunststoffe“ im Chemiepark Bitterfeld. In den vergangenen drei Jahren habe die Standortinitiative über 100.000 Euro in die Clusterarbeit zur Vernetzung von Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Chemie- und Kunststoffindustrie investiert. „Nun sprechen alle von Clustern und wir sind eine der gefragtesten Vorzeigeregionen mit internationaler Ausstrahlung.“

Chemiepark-Betreiber Matthias Gabriel bestätigte: „Wir bekommen immer mehr Anfragen aus der ganzen Welt.“

Über 650 Millionen Euro werden in den nächsten zwei Jahren allein die Unternehmen aus der Region in Mitteldeutschland im Cluster Chemie/Kunststoffe investieren, dabei sollen etwa 1.200 Arbeitsplätze entstehen. Mit dem Clusterprozess soll laut Sprecher Christoph Mühlhaus von der Dow Olefinverbund GmbH nicht nur die Zusammenarbeit in der Region gefördert werden. „Im Zentrum stehen die Ausprägung der regionalen Wertschöpfungskette sowie die Stärkung der Innovationskraft.“ Gunthard Bratzke vom Hallenser Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung (isw) arbeitet hieran im Auftrag der Wirtschaftsinitiative.

Der „Clustermanager“ hat auf Vorschlag der Wirtschaftsinitiative und Wunsch der Unternehmen auch den nun präsentierten Clusteratlas herausgegeben. Mit der in deutscher und englischer Sprache erschienenen Marketingbroschüre soll einerseits auf das Potential des Clusters hingewiesen werden, andererseits werden die Struktur erklärt und die Ansprechpartner genannt. Gleiche Broschüren werden im Auftrag der Wirtschaftsinitiative auch für die Cluster Biotechnologie - Life Sciences und Ernährungswirtschaft erstellt.

Neben der Wirtschaftsinitiative und dem isw-Institut hat vor allem die Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt den ersten mitteldeutschen Clusteratlas finanziert. „Sachsen-Anhalt ist Vorreiter bei der länderübergreifenden Zusammenarbeit“, kommentierte Wurpts von der Wirtschaftsinitiative. „Die Unterstützung der anderen Länder könnte und sollte größer sein, denn für eigenständiges Wachstum und internationale Wahrnehmbarkeit haben wir nur auf mitteldeutscher Ebene die erforderliche kritische Masse“, sagte Wurpts. Dass Ländergrenzen für die Wirtschaft keine Rolle spielten, machte auch Clustersprecher Mühlhaus deutlich, indem er auf das Engagement der BASF aus dem brandenburgischen Schwarzheide im Clusterprozess verwies.

Mit Hilfe von Fördermitteln des Bundes („GA“) in Höhe von bis zu 450.000 Euro wird Sachsen-Anhalt nach Ankündigung von Minister Haseloff in den nächsten drei Jahren den länderübergreifenden Clusterprozess unterstützen. Eine entsprechende Vereinbarung war, auch durch Vermittlung der Wirtschaftsinitiative, zwischen den drei Bundesländern getroffen worden. „Damit können wir uns künftig stärker auf die Initiierung weiterer Clusterprozesse wie zum Beispiel im Logistik- oder Solarbereich konzentrieren“, sagte Wurpts, der sich darüber freute, dass das Cluster bald „auf eigenen Füßen“ stehe. Für die Förderung von Marketingaktivitäten als auch vor allem für die Cluster-übergreifende Vernetzung werde sich die Wirtschaftsinitiative weiter engagieren.

Weitere Informationen:
Website Cluster Chemie/Kunststoffe
Mitteldeutsche Zeitung zum Thema

Kontakt:
Andreas Dockhorn
Management Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland
Tel: 0345 - 29 98 271 8


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Dr. Percy Dahm, perdata
„Wir engagieren uns in der Metropolregion Mitteldeutschland, weil wir damit auch in Zukunft diesen hervorragenden Wirtschaftsstandort mitgestalten werden.”