News

Tiefensee lobt Wirtschaftsinitiative

07. September 2007


Vor über hundert Gästen plädierte Bundesminister Wolfgang Tiefensee am vergangenen Dienstag für eine verstärkte Vernetzung in Mitteldeutschland und lobte den Ansatz der Wirtschaftsinitiative. Die Friedrich-Ebert-Stiftung hatte zu der Veranstaltung in die Alte Handelsbörse Leipzig geladen.

„Wenn es gelingt, die Region zu einem El Dorado der Wissenschaft zu entwickeln, dann wird die Wirtschaft und die Region als Ganzes davon profitieren“, betonte der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zu Beginn der Veranstaltung zum Thema „Metropolregion Sachsendreieck - Chancen für Unternehmer und Gemeinden“. Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland sei ein gutes Beispiel dafür, wie Vernetzung zwischen Unternehmen und Wissenschaft die Region stärke. Die Verantwortung, die die Wirtschaft hier für die Region übernehme, sei entscheidend für den Standort Mitteldeutschland, beurteilte Tiefensee die Aktivitäten der Wirtschaftsinitiative.

Es sei ein Kraftakt, länderübergreifend das Potenzial der Region zu bündeln, so Tiefensee. Aber dies sei unabdingbar, um europaweit als Wirtschaftsstandort wahrgenommen zu werden. Das Wirtschaftswachstum in Ostdeutschland sei bereits ein gutes Signal. „Man sollte die statistischen Daten der drei mitteldeutschen Bundesländer zusammen betrachten und sehen, was (seit der Wende) gemeinsam geschaffen worden ist“, meinte der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister.

Die anschließende Diskussion eröffnete Arnim Schiffmann, 2. Vorsitzender des Vorstands der Wirtschaftsinitiative und Niederlassungsleiter Ernst & Young. Zum Engagement der Mitgliedsunternehmen in der Wirtschaftsinitiative sagte Schiffmann, dass der Zusammenschluss europaweit einzigartig sei und durch die Unternehmen jährlich 1 Mio. Euro in die Standortentwicklung flössen. Auch zukünftig wolle die Wirtschaftsinitiative den Prozess der Metropolregion unterstützen. Diese solle aus Sicht der Wirtschaft allerdings „Metropolregion Mitteldeutschland“ heißen, so Schiffmann.

Eine „Metropolregion Mitteldeutschland" begrüßte auch Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados. Bisher präsentierten sich die Städte im internationalen Wettbewerb getrennt voneinander, dabei sei eine gemeinsame Vermarktung sinnvoller, sagte Szabados.

Politik und Wirtschaft müssten gemeinsam agieren. Landesgrenzen seien für die Wirtschaft hemmend, daher müsse der Druck auf die Landespolitik erhöht werden, so Szabados weiter. Bundesminister Tiefensee ergänzte, dass dabei durchaus ein gesunder Wettbewerb zwischen den Städten erhalten bliebe. Richtig zum tragen käme der lokale Wettbewerb, wenn eine Standortinvestition für Mitteldeutschland gesichert sei, so Tiefensee weiter. Lokaler Protektionismus hemme die Entwicklung der ganzen Region, bestätigte Szabados das Argument.
Weitere Informationen:
Website Metropolregion Sachsendreieck
Website Friedrich-Ebert-Stiftung


Deutsch
English
Bildbalken Metropol DE Startseite
Oliver Fern, Sachsen Bank
„Innovationsstärke, Unternehmergeist und Flexibilität zeichnet die Wirtschaft in Mitteldeutschland aus. Die Sachsen Bank unterstützt die Unternehmen als regionale Bank in allen Finanzfragen. ”