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„Kreativität hängt immer vom Umfeld ab”

28. September 2007


Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer, Fred Irwin, und der Leipziger HGB-Professor Rayan Abdullah diskutierten bei den „2. Mitteldeutschen Begegnungen“ der Wirtschaftsinitiative das Verhältnis von Kreativität und Wirtschaft.

Rund 50 hochrangige Gäste aus regionaler Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft folgten der Einladung in die herrschaftliche Bitterfelder "Villa Bernstein", direkt an der idyllischen Goitzsche gelegen. Der FAZ-Wirtschaftsredakteur Christian Geinitz moderierte das unterhaltsame Gespräch zwischen dem Amerikaner und dem gebürtigen Iraker. Mit Blick auf die Zukunftskonferenz am 20. November in Erfurt zum Thema „Standortfaktor Kreativität“ waren sich beide einig: „Kreativität hängt immer vom Umfeld ab“.

Irwin, hauptberuflich im Vorstand der deutschen Citigroup Holding, verwies auf die nach ihrem Erfinder benannte Maslowsche Pyramide. Danach müssen zunächst die Grundbedürfnisse eines Menschen befriedigt sein, damit er sich den Zielen Selbstverwirklichung und Kreativität widmen kann. Im unternehmerischen Umfeld sollten die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter entsprechend gestaltet werden. Die Grundlagen für kreatives Handeln müssten jedoch früh in der Schule gelegt werden, „das läuft in Deutschland noch falsch“. Schüler würden vielmehr dazu erzogen, keine Fehler zu machen. Sie müssten mehr Freiräume in der Entwicklung erhalten.

Professor Abdullah von der renommierten Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) unterstrich, dass Kreativität gerade in kleinen Unternehmen eine wichtige Rolle spiele. Grundsätzlich würden Mitarbeiter von ihrem Arbeitsumfeld und dem Austausch mit ihren Kollegen zu kreativen Ideen angeregt. Mit Blick auf Mitteldeutschland forderte Abdullah ein Design-Center, um vor allem kleine innovative Unternehmen bei der Produktvermarktung mit dem vorhandenen Wissen in den künstlerischen Hochschulen zu verbinden.

Nach den ersten „Mitteldeutschen Begegnungen“ im vergangenen Jahr im Leipziger Club International, setzte die Wirtschaftsinitiative mit der Veranstaltung in Bitterfeld ihre hochrangige Networking-Reihe fort. Der Abend sollte auch „zum Warmmachen für die Zukunftskonferenz dienen“, wie Geschäftsführer Klaus Wurpts betont. Die engagierte Diskussion und die zufriedenen Gäste zeigen: „Das Konzept ist aufgegangen.“

Weitere Informationen:

Fotos der Veranstaltung


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Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale)
„Halle (Saale) ist ein innovativer Wirtschaftsstandort in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Martin-Luther-Universität, Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und weitere namhafte Forschungseinrichtungen bilden mit den Unternehmen in der Händel-Stadt ein exzellentes Netzwerk.”