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Programm zur Zukunftskonferenz steht fest

05. October 2007


Insgesamt 20 Referenten werden am 20. November auf der diesjährigen Zukunftskonferenz der Wirtschaftsinitiative in Erfurt das Thema „Standortfaktor Kreativität“ diskutieren.

Nachdem bereits in der vergangenen Woche die Werbetrommel mit einem kleinen Werbefilm und einigen Anzeigen angeworfen wurde, kann nun auf der konferenzeigenen Homepage das endgültige Programm nachgelesen werden. Wie berichtet wird der Gründungsdirektor der privaten Zeppelin Universität Friedrichshafen Prof. Dr. Stephan Jansen den Impulsvortrag halten. Der 36jährige wurde als einer der „100 Köpfe im Land der Ideen“ von Bundespräsident Horst Köhler ausgezeichnet. Sein Thema für den Einführungsvortrag in Erfurt lautet: „Kreativ- und Kulturwirtschaft. Metropolen, Migration und Magnete: Vom Modebegriff zur Management-Formel?“

In den parallel stattfindenden sechs Workshops werden jeweils drei Referenten einen Kurzvortrag halten. Jeder Workshop wird von einem Journalisten moderiert, der die Ergebnisse später im Plenum zusammenfasst. So geht es im ersten Workshop „Talent“ um die Fragen: Welche Fachkräfte braucht Mitteldeutschland? Nach welchen Kriterien wählen Kreative ihren Arbeitgeber aus? Welche Rolle spielt der Standort eines Unternehmens bei der Jobsuche von Hochqualifizierten? Welche erfolgreichen Strategien gibt es in den Unternehmen? – Als Referenten treten Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg (Handelhochschule Leipzig), Ruth Kretschmer (Dow Olefinverbund GmbH) und der Personalleiter der Dell Halle GmbH, Thomas Tesch, auf.

Der Workshop "Toleranz" geht den Fragen nach, welche Bedeutung der Standortfaktor Toleranz für Mitteldeutschland hat: Wie tolerant sind die Mitteldeutschen tatsächlich? Was können Unternehmen leisten, um Toleranz zu fördern? Wie wird die Region international in Bezug auf ihre Offenheit und Internationalität wahrgenommen? Es referieren: Michael Reinboth (DHL Hub Leipzig GmbH), Bertram Schultze (Leipziger Baumwollspinnerei Verwaltungsgesellschaft mbH) und Axel Noack (Bischof der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen).

Der dritte Workshop befasst sich mit dem Thema "Technology". Dieser beschäftigt sich mit der Frage, welche Technologien für die künftige Entwicklung Mitteldeutschlands entscheidend sein werden: Wie modern sind die vorhandenen Anlagen tatsächlich? Wie technologieaffin ist Mitteldeutschland? Welche Technologiefelder müssen noch entwickelt werden? Stefan Gabriel (BMW Group), Andre Blechschmidt (Radon Labs GmbH) und Hans-Jürgen Straub (X-FAB Semiconductor Foundries AG) werden zu diesem Thema referieren.

Auch Unternehmer müssen sich die Kreativität ihrer Mitarbeiter zu eigen machen. Dafür gibt es verschiedene Management- und Führungsinstrumente, die im "Management-Workshop" vorgestellt und diskutiert werden sollen. Stichwörter sind Diversity Management, Change Management, Arbeits(zeit)organisation, kreativer Freiraum oder Familienverträglichkeit. Als Diskutanten werden Roald Muspach (Contas KG), Leonard Nossol (Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH & Co. KG) und Dr. Cornelia Haase-Lerch (IHK Erfurt), auftreten.

Der fünfte Workshop "Cities" geht den Ursachen auf den Grund, warum attraktive und weltoffene Städte kreative Top-Leute aus der ganzen Welt anziehen. Und: Was kann eine Kommune dazu beitragen, selbst für die Kreativen attraktiv zu werden? Welche Erfolgsbeispiele gibt es in Mitteldeutschland und wie steht es überhaupt um die Zukunft der Städte? Zu diesem Thema werden referieren: Prof. Dr. Dieter Rehfeld (Fachhochschule Gelsenkirchen, Institut für Arbeit und Technik), Dr. Albrecht Schröter (Oberbürgermeister der Stadt Jena) und Uwe Jens Neumann (HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH).

Junge, kreative Szene-Menschen haben besondere Erwartungen an eine Stadt. Wie sehen diese aus und wie können sie artikuliert werden? Kann das weite Spektrum der Kreativen überhaupt organisiert werden? Welche Erfahrungen gibt es schon in Deutschland? Wie können die kreativen Milieus in Mitteldeutschland gestärkt werden und welchen Nutzen hätte dieses? Diese Fragen zu beleuchten ist das Ziel des sechsten Workshops "Szene", zu welchem Dr. Bastian Lange (Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig), Prof. Dr. Hardy Geyer (HS Merseburg (FH), Lehrstuhl Kultur- und Sozialmanagement) und Jörg Augsburg (POP UP Leipzig) diskutieren werden.

Die Einladungen zur Zukunftskonferenz werden in der nächsten Woche verschickt. Es besteht aber bereits die Möglichkeit sich Online auf der Homepage zur Zukunftskonferenz anzumelden.

Weitere Informationen:

Homepage zur Zukunftskonferenz


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Andreas Hiltermann, InfraLeuna
„Mitteldeutschland finde ich klasse, weil dahinter ein bedeutendes Wirtschaftspotenzial steckt.”