Mitteldeutsche Solarbranche übt Schulterschluss
Vertreter der wichtigsten ostdeutschen Solarunternehmen haben sich auf Einladung der Wirtschaftsinitiative am vergangenen Dienstag in Leipzig getroffen. Nun soll auch in dieser mitteldeutschen Wachstumsbranche ein Clusterprozess initiiert werden.
Vertreter der wichtigsten ostdeutschen Solarunternehmen haben sich auf Einladung der Wirtschaftsinitiative am vergangenen Dienstag in Leipzig getroffen. Nun soll auch in dieser mitteldeutschen Wachstumsbranche ein Clusterprozess initiiert werden.
Die Wirtschaftsinitiative präsentierte anlässlich des Spitzentreffens Ansätze für einen Clusterprozess der mitteldeutschen Solarindustrie. Zu dem Termin kamen auch die Größen der deutschen Solarbranche Q-Cells, ErSol und GEOSOL. „Mitteldeutschland ist mit Dresden, Thalheim und Erfurt der wichtigste Solarstandort in Deutschland. Und der Höhepunkt dieser Zukunftstechnologie ist noch lange nicht erreicht. Ein mitteldeutscher Clusterprozess gibt den bereits vorhandenen Wettbewerbsvorteilen zusätzlichen Rückenwind“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative. Insgesamt sei die Branche in der Region nahezu perfekt für ein Cluster. Die kritische Masse an Unternehmen und Forschungsinstituten sei gegeben. Außerdem werde die Wertschöpfungskette vollständig durch ortsansässige Unternehmen abgedeckt.
Als erste Schritte wurde vereinbart, eine Befragung bei den Solarunternehmen durchzuführen, um die Handlungsfelder für die Clusterarbeit zu ermitteln. Denkbare Themenfelder seien die Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik, Fachkräfte und Vermarktung. Danach solle ein Clusterboard mit Branchenvertretern ernannt werden, das die Wertschöpfungskette der Unternehmen und Forschungsinstitute vollständig abbilde. Sobald das Gremium konstituiert sei, sollten Leitbild und Marke für das „Cluster Solar“ entwickelt werden, so Wurpts.
Bereits im Vorfeld des Treffens wurde die Teilnahme am Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung beschlossen. Die Wirtschaftsinitiative und das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle haben angeboten, den Antrag gemeinsam vorzubereiten. „Nun haben die Unternehmen es in der Hand, die Solarregion Mitteldeutschland zum Spitzencluster zu machen“, beurteilt Wurpts den Wert der Zusammenarbeit.
Das Bundesforschungsministerium will mit dem Spitzenclusterwettbewerb Großprojekte aus Wissenschaft und Wirtschaft fördern und so Netzwerken Wettbewerbsvorteile verschaffen.
Das Motto entspricht dem der Wirtschaftsinitiative: „Stärken stärken“. Hierzu sollen Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam Strategien formulieren, die an den Stärken der regionalen Branche ansetzen und ungenutzte Entwicklungspotenziale ausschöpfen. Die Umsetzung der Strategien soll innerhalb eigenständiger Projekte erfolgen. Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa ein bis anderthalb Jahren vorgesehen. Pro Runde stellt das BMBF Fördermittel in einer Höhe von bis zu 200 Mio. Euro für bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung. Die Förderung für jedes einzelne Cluster erstreckt sich über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren. Am 3. Dezember endet die erste Wettbewerbsrunde, zu der die Skizzen der Clustervorhaben eingereicht sein müssen.
Weitere Informationen:
Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM

