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„Region muss Toleranz und Kreativität fördern”

30. November 2007


Bei den „Leipziger Ratsgesprächen“ hat Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts nun eine Bilanz der Zukunftskonferenz Mitteldeutschland gezogen. Die Region müsse toleranter und vielfältiger werden, Arbeitgeber könnten das Mitarbeiterpotenzial besser nutzen.

Bei den „Leipziger Ratsgesprächen“ hat Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts nun eine Bilanz der Zukunftskonferenz Mitteldeutschland gezogen. Die Region müsse toleranter und vielfältiger werden, Arbeitgeber könnten das Mitarbeiterpotenzial besser nutzen.

Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, HHL - Leipzig Graduate School of Management, Lehrstuhl Marketingmanagement bei der Vorstellung der Studienergebnisse zum Thema: "Wie kreativ sind die Mitteldeutschen?"

Bei der hochrangigen Veranstaltung in der Lounge des Ratskellers am Leipziger Burgplatz sorgte Wurpts’ Vortrag für einigen Gesprächsstoff. Veranstalter Holger Schmahl, der heute für den Mitteldeutschen Presseclub auch den Medienpreis „Heiße Kartoffel“ an Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer verleiht, zeigte sich zufrieden: „Es ist mir wichtig, in diesem Rahmen über den Standortfaktor Kreativität zu diskutieren.“

Wurpts erläuterte in seinem freien Vortrag, dass ein Wirtschaftsstandort nicht mehr in den herkömmlichen Kategorien der „harten“ und „weichen“ Standortfaktoren gedacht werden könne. „In unserer Wissensgesellschaft kommt es zunehmend darauf an, kreative Potenziale zu entwickeln, zu heben und anzuziehen“, sagte Wurpts. „Gute Leute kommen nicht allein wegen der Autobahnen oder Johann Sebastian Bach nach Leipzig, es kommt auch auf den allgemeinen Lebensstil und das gesellschaftliche Klima einer Stadt an.“

„Mit der Konferenz wollten wir der Region einen weiteren neuen Entwicklungsimpuls geben, wie schon beim Thema Clusterentwicklung vor drei Jahren“, führte Wurpts weiter aus. Erfreulicherweise werde das Thema „Kreative Klasse“ bereits in einigen Städten der Region aufgegriffen und als wichtiges Handlungsfeld für die Wirtschaftsförderung anerkannt. „Wenn wir das Thema jetzt anpacken, sind wir in Deutschland vorne dabei und können auch einige Aufmerksamkeit auf uns ziehen“, sagte Wurpts.

Die wichtigste Erkenntnis der Konferenz von Erfurt sei gewesen, dass die Region vor allem toleranter und vielfältiger werden müsse. „Der Umgang mit Ausländern, Homosexuellen oder anderen Gruppen steht für die Offenheit einer Region“, sagte Wurpts. Eine große gesellschaftliche Vielfalt sei heute ein entscheidender Erfolgsfaktor für regionalen Wohlstand. „Da haben wir noch Aufholbedarf in Mitteldeutschland“, resümierte Wurpts. Ebenso müssten sich die Städte eindeutig in Richtung „kreativer Köpfe“ positionieren.

Als zweites Hauptergebnis habe eine anlässlich der Konferenz erstellte Studie, in Zusammenarbeit mit der Handelshochschule Leipzig, gezeigt, dass die Unternehmen in der Region das kreative Potenzial ihrer Mitarbeit nicht optimal ausnutzen. Am besten schneide noch Sachsen-Anhalt ab. In den mitteldeutschen Bundesländern bewertete nur etwa ein Drittel der Beschäftigten das Arbeitsumfeld als „kreativitätsfördernd“. Verbessert werden müsste in den Betrieben vor allem das schnelle Feedback der Vorgesetzten, die Einbringung eigener Ideen, der Austausch über mehrere Führungsebenen und die gegenseitige Hilfe bei Problemen. Hier wolle die Wirtschaftsinitiative künftig aktiv werden.

Weitere Informationen:

Homepage zur Zukunftskonferenz
"Extrablatt" - Das Special zur Zukunftskonferenz downloaden
Homepage der Leipziger Ratsgespräche


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Oliver Fern, Sachsen Bank
„Innovationsstärke, Unternehmergeist und Flexibilität zeichnet die Wirtschaft in Mitteldeutschland aus. Die Sachsen Bank unterstützt die Unternehmen als regionale Bank in allen Finanzfragen. ”