Standort

Magdeburg orientiert sich nach Mitteldeutschland

01. February 2008


Die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt wird als fünfte Stadt der Wirtschaftsinitiative beitreten. Das hat nun der Stadtrat mit der Mehrheit der Fraktionen von SPD, CDU und FDP beschlossen.

Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister Magdeburg

„Wir gehören zu Mitteldeutschland“, sagte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) unmissverständlich. Der Stadtrat hat daraus nun die Konsequenz gezogen und mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP den Beitritt als sogenanntes Fördermitglied zur Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland beschlossen. Die Landeshauptstadt wird künftig von Trümper im Aufsichtsrat der von rund 50 Unternehmen getragenen Standortinitiative vertreten sein - und die Entwicklung der 3-Länder-Region mit vorantreiben können.





„Die Entwicklung in Europa orientiert sich immer mehr an einzelnen Regionen“, begründete Magdeburgs Wirtschaftsbeigeordneter Klaus Puchta seinen Antrag gegenüber dem Parlament. „Das etwas abseits gelegene Magdeburg sollte die angebotene, in den ersten Jahren kostengünstigere Fördermitgliedschaft der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland nutzen, um sich mit diesem Wirtschaftsraum besser zu vernetzen.“ Der im Jahr 2000 gegründete Verein wird bereits von den Städten Leipzig, Halle, Jena und Dessau unterstützt. Diese sind deshalb auch im Logo (mitte l deutschland) genannt.

„Wir freuen uns sehr über die Entscheidung“, sagt Georg Frank, Erster Vorsitzender der Standortinitiative. „Damit kommen wir unserem Ziel, die wichtigsten Unternehmen und auch Städte aus den drei Bundesländern zu vereinen, einen großen Schritt näher.“ Im Wettbewerb der Regionen verfüge die Region allein auf mitteldeutscher Ebene über die notwendige Wirtschaftskraft und Ausstrahlung. „Wir arbeiten bereits mit vielen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und auch der Landesverwaltung in Magdeburg sehr gut zusammen“, fügt der ehemalige Manager von Bayer Bitterfeld hinzu. Mit dem Beitritt der Stadt würden die Knoten künftig enger geknüpft und die Landeshauptstadt noch besser in die mitteldeutschen Netzwerk- und Marketingprozesse eingebunden werden können.

Weitere Informationen:
Stadt Magdeburg
Informationen zu Projekten der Wirtschaftsintiative
WiM-Artikel: Städte fordern Länder zur Zusammenarbeit auf
WiM-Artikel: Magdeburg entscheidet über Fördermitgliedschaft
WiM-Artikel: Magedburg bald in der Wirtschaftsinitiative?


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Sybille Linke, Deutsche Telekom
„Mitteldeutschland ist für die Deutsche Telekom sowohl als dynamischer Standort als auch als Privat- und Geschäftskundenmarkt äußerst wichtig. Über die Mitgliedschaft in der Wirtschaftsinitiative will die Deutsche Telekom einen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Mitteldeutschlands leisten.”