Standort

Bitterfeld/Wolfen diskutiert Wirtschaftsinitiative-Thesen

15. Februar 2008


Aktuelle Tendenzen und sechs Handlungsempfehlungen für die wirtschaftliche Entwicklung Mitteldeutschland präsentierte am Donnerstagabend Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts beim „Netzstadtforum Bitterfeld - Wolfen".

Rund 80 engagierte Bürger aus dem Landkreis Bitterfeld – Wolfen hatten sich am Donnerstagabend im Landratsamt getroffen, um bei einer ersten Sitzung eine „Vision von Bitterfeld – Wolfen 2030 +“ zu erarbeiten. Das Impulsreferat für den mehrmonatigen Workshop-Prozess hielt Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts. Im Rahmen seiner „Handlungspfehlungen für den Standort Mitteldeutschland“ wies Wurpts die Anhaltiner vor allem auf die Bedeutung der Standortfaktoren Lebensqualität, Offenheit und Toleranz hin.

Das Projekt des traditionsreichen Chemiestandortes gehört zur Vorbereitung der Internationalen Bauaustellung IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt und ist „ein einmaliges Experiment“, wie die gastgebende Bitterfelder Oberbürgermeisterin Petra Wust zur Einführung deutlich machte. Wurpts betonte, dass es der Wirtschaftsinitiative sehr wichtig sei, auch derartige lokale Strategiebildungsprozesse zu unterstützen.

Die Veranstalter möchten „eine Vorstellung der Stadt Bitterfeld – Wolfen in 20 bis 30 Jahren“ erarbeiten, wie es im Konzept heißt. Dafür sollen „die wichtigsten Kooperations- und Handlungsfelder für das gemeinsame Engagement von Bürgerschaft, Wirtschaft und Verwaltung zugunsten einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung herausgearbeitet werden.“

„Viele mitteldeutsche Themen lassen sich sehr gut auf Bitterfeld – Wolfen und auch andere Landkreise in dieser Region herunterbrechen“, führte Wurpts ein, „auch wenn die wirtschaftliche Ausgangsposition mit dem wieder aufblühenden Chemiepark und den Ansiedlungen rund um die Firma Q-Cells vergleichsweise hervorragend seien“. Mitteldeutschland habe in den vergangenen Jahren ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet. Die Voraussetzungen für einen weiteren Aufschwung seien gegeben.

Dennoch, so der Manager der mitteldeutschen Standortinitiative, müsse das endogene Wachstum der Region langfristig gestärkt werden. Die Gründungsquote und die Forschungsaktivitäten müssten gestärkt und eine langfristige Fördermittelstrategie entwickelt werden. Darüber hinaus stehe Mitteldeutschland vor einer enormen demographischen Herausforderung angesichts der niedrigen Geburtenquote und der steigenden Lebenserwartung. Schließlich, führte Wurpts aus, müsse die Region weltoffener und toleranter werden. Der Rechtsextremismus hemme die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung der Region und schade dem Image in überproportionalem Ausmaße.


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Thomas Büschel, TÜV Thüringen
„Mitteldeutschland - mit Sicherheit ein guter Standort!”