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Rektorenkonvent nimmt Arbeit wieder auf

15. Februar 2008


Der Mitteldeutsche Rektorenkonvent hat nun auf Initiative des Leipziger Regierungspräsidenten Walter Christian Steinbach und der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland nach längerer Pause am letzten Mittwoch wieder seine Arbeit aufgenommen. Gleich mehrere Projekte wurden beschlossen.

Zuletzt hatte das „einzigartige Gremium“ der Rektoren der Universitäten und Hochschulen des mitteldeutschen Wirtschaftsraumes vor knapp vier Jahren getagt, wie Steinbach zu Beginn des jüngsten Treffens anmerkte. Die neuerliche Zusammenkunft nutzen die Rektoren dazu, sich insbesondere zu Themen auszutauschen, die zu einer verbesserten Kooperation der Hochschulen untereinander führen können. Dies wurde auch mit der aktuellen Erneuerung des Hochschulverbundes zwischen Halle, Leipzig und Jena bestätigt. „Die Vernetzung der Hochschulen untereinander als auch mit der Wirtschaft ist ein wichtiges Ziel des Mitteldeutschen Rektorenkonvents“, begründet Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts das Engagement.

Bei dem Treffen ging es weiterhin um den mitteldeutschen Absolventenkongress, die weitere Clusterentwicklung und die Wissenschaftsregion Mitteldeutschland. Der Konvent begrüßte die Erweiterung der Wirtschaftsinitiative um das neue Mitglied Magdeburg. Auch die Jenaer Erklärung zu mehr Kooperation in der Kommunalpolitik, welche bei dem Treffen der mitteldeutschen Oberbürgermeister im vergangenen November verabschiedet wurde, stieß auf Zustimmung.

„Schon längst gehört eine schnelle wirtschaftliche Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen zu den entscheidenden Indikatoren für eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung“, so Regierungspräsident Walter Christian Steinbach zu einem primären Anliegen des Rektorenkonvents.

Dass es hierzu in Mitteldeutschland gute Bedingungen gibt, unterstrich Wurpts. Er informierte über die mittlerweile hohe Entwicklungsdynamik des Clusterprozesses in Mitteldeutschland und regte an, die Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsunternehmen seiner Initiative und dem Rektorenkonvent zeitnah zu intensivieren. „Die Qualifizierung und Intensivierung des Technologietransferprozesses im mitteldeutschen Wirtschaftraum ist für die künftige Entwicklung dieser Region eine Aufgabe ersten Ranges“, so der Geschäftsführer.

Auf der Agenda stand weiterhin eine Information zum Kompetenznetzwerk für angewandte und transferorientierte Forschung (KAT). Prof. Heinz W. Zwanziger von der Hochschule Merseburg berichtete über die enge Vernetzung und den Austausch der vier beteiligten Partner. Im Verbund engagieren sich die Hochschule Magdeburg-Stendal, die Hochschule Anhalt, die Hochschule Merseburg sowie die Hochschule Harz. Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung neuer Polymere und der Ausbau alternativer Kunststoffverarbeitungstechnologien. Auch die gezielte Einsatzvorbereitung biobasierter Polymerwerkstoffe und die Entwicklung von Mess- und Prüfmethoden sind im Repertoire des Hochschulverbundes. An jeder der beteiligten Institutionen gibt es einen Ansprechpartner für jeweils einen Fachbereich des Netzwerks. Dort finden Interessenten Informationen zum Leistungsspektrum des Kunststoffkompetenzzentrums Halle-Merseburg und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Der Mitteldeutsche Rektorenkonvent verabredete sich, laufend in Kontakt zu bleiben und sich im September 2008 erneut zu treffen.

Weitere Informationen:
Kompetenznetzwerk für Angewandte und Transferorientierte Forschung KAT
HTWK - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur
Hochschule Merseburg
HHL Leipzig Grauduate School of Management
Universität Jena
Universität Halle
Universität Leipzig


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Dr. Joachim Geisler, MIBRAG
„Als wichtiger Motor der regionalen Wirtschaft unterstützt MIBRAG die Metropolregion von Beginn an.”