Cluster

Deutsche Anlagenbauer tagen in Magdeburg

22. Februar 2008


Experten der Chemie- und Energie-Branche treffen sich am sechsten und siebten März 2008 zum „Anlagenbau der Zukunft“ in Magdeburg. 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden zu der Tagung zum „Virtual Engineering“ erwartet, die von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland unterstützt wird.

Erstmals veranstalten das Fraunhofer Institut Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF), der FASA e.V. und die Wirtschaftsinitiative gemeinsam die alle zwei Jahre stattfindende Tagung. Wissenschaftler, Industrievertreter und Politiker diskutieren dort Perspektiven für den Chemie- und Energieanlagenbau. Es werden Teilnehmer aus ganz Deutschland mit dem Schwerpunkt Mitteldeutschland erwartet. Anmeldungen sind online unter www.tagung-anlagenbau.de bis zum 27. Februar 2008 möglich.

Zum Thema „Virtual Engineering“ geht es um Strategien, Wirtschaftlichkeit und Zukunftstrends der Branche. So steht beispielsweise das Virtual Engineering für die Projektierung, Konstruktion, Qualifizierung und den sicheren Anlagenbetrieb auf dem Programm. Dementsprechend werden Anwendungen des Innovationsclusters „Virtual Development, Engineering and Training“ (VIDET) präsentiert. Sie sollen zeigen, wie die Entwicklung neuer Anlagen mit virtueller Realität verkürzt und erleichtert werden kann. Im Virtual Development and Training Center VDTC des Fraunhofer IFF können die Tagungsteilnehmer bei der Abendveranstaltung erleben, wie virtuelle Unternehmenswelten entstehen und sogar im Maßstab 1:1 dargestellt werden können.

„In den ostdeutschen Bundesländern ist die Anlagenbau-Industrie insgesamt doppelt so stark gewachsen wie in den alten Bundesländern“, sagt Georg Frank, der in seiner Funktion als 1. Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland neben Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Haseloff ein Grußwort zur Tagungseröffnung sprechen wird.

Diese Annahme unterstützt eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) aus dem Jahr 2006 mit dem Titel „Kooperationsverhalten, Vernetzung und einzelwirtschaftliche Effekte von Unternehmen der Kunststoff- und Biotechnologiebranche in Mitteldeutschland - eine Analyse am Beispiel der Clusterinitiativen Chemie/Kunststoffe und Biotechnologie - Life Sciences“. Demnach habe die mitteldeutsche Chemie-Branche durch ihre Clustertätigkeit weitaus bessere Zukunftsaussichten als die anderen neuen Bundesländer. „Die IWH-Studie zum Cluster Chemie/Kunststoffe zeigt, dass clustergebundene Unternehmen eine doppelt so hohe Umsatzsteigerung verzeichnen als unvernetzte Firmen", ergänzt Christoph Mühlhaus, Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH und Sprecher des mitteldeutschen Branchennetzwerks.

Mühlhaus wird am ersten Tag der Veranstaltung ein Impulsreferat zum Thema „Notwendigkeit und Chancen der Clusterbildung für die Wirtschaft“ halten. Des Weiteren referieren Fraunhofer-Institutsleiter Prof. Michael Schenk, Dr. Stefan Deibel, President of Corporate Engineering der BASF in Ludwigshafen sowie Dr. Henrik Hahn, Evonik-Geschäftsführer in Kamenz.

Auf einer begleitenden Fachausstellung können sich die Besucher über innovative Technologien und Anwendungen informieren. Auf einer Nachwuchsbörse kann der Kontakt zu hoch qualifizierten Studenten beispielsweise aus der Verfahrenstechnik oder dem Maschinenbau aufgenommen werden. Die Wirtschaftsinitiative unterstützt die Veranstaltung gemeinsam mit dem mitteldeutschen Netzwerk Pipeline-Anlagenbau.

Weitere Informationen und Anmeldung:
"Anlagenbau der Zukunft"
Virtual Development and Training Centre VDTC
Cluster Chemie/Kunststoffe
Netzwerk Pipeline-Anlagenbau


Weitere Links: Cluster
Deutsch
English
Bildbalken Metropol DE Startseite
Dr. Stefan Müller, Miltitz Aromatics GmbH
„Mitteldeutschland hat in jeder Hinsicht das Potenzial, alte Stärke und Bedeutung wiederzugewinnen! Es ist insbesondere ein traditioneller Standort der chemischen- und die Wiege der weltweiten Riech- und Aromastoffindustrie. An diese Tradition knüpfen wir an!”