Cluster

„Solarvalley” auf dem Weg an die Spitze

14. März 2008


Der Antrag vom „Solarvalley Mitteldeutschland“ ist im Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eine Runde weiter. In dem Cluster kooperieren 25 Solarfirmen, zwölf Forschungseinrichtungen und die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland.

Der Spitzenclusterantrag des „Solarvalley“ ist unter den zwölf Besten, die aus insgesamt 38 für die zweite Runde des Wettbewerbs ausgewählt wurden. Das BMBF begründet seine Entscheidung mit dem überdurchschnittlich hohen Entwicklungspotenzial in dem Zukunftsfeld Photovoltaik und dem bereits begonnenen Clusterprozess in Mitteldeutschland. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl der Cluster waren außer dem bereits erreichten Entwicklungsstand insbesondere die Entwicklungspotenziale und die Entwicklungsdynamik sowie die Kreativität und Innovativität des strategischen Ansatzes. Im September 2008 wird entschieden, welche maximal fünf Spitzencluster Förderungen von insgesamt bis zu 600 Millionen Euro erhalten. Dafür gilt es in den kommenden Monaten, die bisher vorgelegten Strategien mit Projekten zur Umsetzung zu ergänzen.


„Die mitteldeutsche und deutsche Solarindustrie verfügt über eine hervorragende Forschungs- und Entwicklungslandschaft, in die die Unternehmen bereits jetzt viel investieren“, sagt Clustersprecher Hubert Aulich, Vorstandsvorsitzender der PV Crystalox Solar AG. Gleichzeitig werde in der Region bereits eine weitsichtige und langfristige Förderpolitik umgesetzt. Die baldige Erreichung der „Netzparität“ sei das forschungsintensive Ziel des Clusters. „Netzparität“ bedeutet, dass innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre beim deutschen Endverbraucher Solarstrom zu gleichen Preisen angeboten werden soll wie konventioneller Strom.
Dr. Hubert Aulich,
PV Crystalox Solar AG

Eine wichtige Randbedingung für die positive Entwicklung der Solar-Branche sei das „Einspeisegesetz“, das erhalten bleiben solle, bis die Netzparität erreicht sei. Nur so lohne sich für Privaterzeuger die Investition für eine Solarstromanlage auf dem Dach oder im Freiland. Nur mit steigender Zahl von Kunden sei das angestrebte Wachstum in der Solarbranche möglich, ergänzt Aulich. Derzeit wird die Einspeisevergütung für Solarstrom jedes Jahr um 5% vermindert, damit bei den Herstellern der Druck für Kostensenkungen unvermindert hoch bleibt. Diese Regelung sollte, so der Clustersprecher, auch weiterhin von der Politik unterstützt werden.

Mit dem Wettbewerb beabsichtigt das BMBF, die Innovationskraft der leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, damit sie in die internationale Spitzengruppe aufsteigen können. Hierzu wurden gemeinsame Strategien formuliert, die an den Stärken der regionalen Branchen ansetzen und ungenutzte Entwicklungspotenziale ausschöpfen. Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa ein bis anderthalb Jahren.

Weitere Informationen:
Solarvalley Mitteldeutschland
Artikel in der Leipziger Volkszeitung
Homepage des BMBF zum Spitzenclusterwettbewerb


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Andreas Otter, Deloitte Leipzig
„Die Metropolregion bündelt einzigartig die wirtschaftlichen Interessen für die Entwicklung.”