Standort

Mitteldeutschland sorgt für „Aufbruchstimmung“

28. März 2008


Gleich mehrere internationale wie nationale Studien bescheinigen dem Wirtschaftsstandort eine wachsende Anziehungskraft. Wirtschaftsinitiative-Chef Klaus Wurpts fordert, die Vermarktungsaktivitäten der drei-Länder-Region noch besser zu bündeln.

„Mitteldeutschland ist eine Top-Adresse für internationale Investoren“, sagt Wurpts. Dies bestätigten auch mehrere aktuelle Studien. Gerade jetzt, wo die Aufmerksamkeit der Investoren hoch sei, wäre ein geeigneter Zeitpunkt, die Region einheitlich zu vermarkten. Laut Frankfurter Allgemeine Zeitung  (FAZ) interessiert sich der internationale Immobilienmarkt zunehmend für die Regionen im Osten Deutschlands. So berichtete die Zeitung im Februar von der „Aufbruchstimmung“, die internationale Immobilienkonzerne mit der Region im Dreieck Berlin, Leipzig und Dresden verbinden. Die hohe Investitionstätigkeit sei ein Grund dafür, aber auch der Fachkräftemangel wird als positiver Motor für zunehmenden Zuzug aus anderen Regionen gewertet.

Internationale Bestätigung fand diese Ansicht jüngst auf dem führenden internationalen Immobilien-Forum in Cannes (MIPIM). Bei den „European Cities and Regions of the Future Awards 2008/2009“ belegte Leipzig Platz vier unter den attraktivsten europäischen Standorten für ausländische Direktinvestitionen. Davor lagen nur London, Flandern und Paris. Frankfurt an der Oder belegte Platz 5 im Wettbewerb der kleineren Städte. Der Initiator der Studie, das Magazin Foreign Direct Investment (FDI) der Financial Times Gruppe, ermittelten die Standortattraktivität von mehr als 1000 Städten und Regionen Europas anhand von 75 Indikatoren. Eine ähnliche Tendenz zeigte eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) aus dem Jahr 2005. Die Autoren argumentierten, dass die Anlage-Investitionen auswärtiger Unternehmen in Ostdeutschland deutlich höher seien als in Mittelosteuropa.

Das Dresdner ifo Institut für Wirtschaftsforschung erstellte kürzlich ein Gutachten im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zum Thema „Die neuen Bundesländer im internationalen Standortvergleich“. Die Bestandsaufnahme spricht Ostdeutschland bei 8 von 12 relevanten Kriterien gute und sehr gute Standortbedingungen zu. Technologieorientierte, clustergebundene Unternehmen bewerteten ostdeutsche Standortfaktoren, wie öffentliche Fördermaßnahmen, Kooperationen und qualifizierte Mitarbeiter, laut ifo-Untersuchung generell positiv. Als Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Investitionsbedingungen am Standort wurden vor allem die Bereiche Bildung und Forschung benannt. Bei den aufgezeigten Schwächen Ostdeutschlands, wie beispielsweise dem demografischen Risiko am Arbeitsmarkt, zeigten sich gute Voraussetzungen durch die vergleichsweise hohe Zahl an tariflich ungebundenen Unternehmen.

Aktuelle Investitionsdaten von „Invest in Germany“ legen einen ähnlichen Schluss nahe. Zahlen im Frühjahrs-Newsletter der Bundeseinrichtung zeigen, dass internationale Investoren bundesweit die meisten Arbeitsplätze in Mitteldeutschland geschaffen haben. Unter den zehn internationalen Investitionen, die die meisten Arbeitsplätze mit sich brachten, wurden sieben in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg getätigt.

Weitere Informationen:
Invest in Germany
European Cities and Regions of the Future Awards 2008/2009 (pdf)
Internationales Immobilien-Forum MIPIM
Ifo Dresden Studie Nr. 43
IWH-Studie (pdf)    


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Steffen Beck, TÜV Nord
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