Cluster

Spitzencluster kommen nach Mitteldeutschland

30. Mai 2008


Ein Nationaler Lenkungsausschuss hat nun das Programm für die „1. Deutsche Clusterkonferenz 2008“ am 20. und 21. Oktober in Leipzig beschlossen. Harvard-Experte Christian Ketels und 15 weitere Experten begrüßten das Engagement der Wirtschaftsinitiative.

Das „who is who“ der deutschen Clusterexperten und –Manager traf sich auf Einladung der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland am Dienstagabend in Leipzig. Als Nationaler Lenkungsausschuss steckten sie die Eckpfeiler für das Programm der „1. Deutschen Clusterkonferenz 2008“ am 20. und 21. Oktober ab. So soll es neben Vorträgen von Unternehmern, Experten und Politikern vor allem auch Workshops zu Querschnittsthemen des Clustermanagements geben, wie zum Beispiel Internationalisierung oder Finanzierung. Exkursionen in die Region sollen den erwarteten 500 Gästen aus ganz Deutschland mit den hiesigen Clustern vertraut machen.

„Die Deutsche Clusterkonferenz dient der Vorbereitung des internationalen Weltcluster-Kongresses 2009“, erläutert Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts sein Bestreben. Dazu passe der derzeit laufende Spitzenclusterwettbewerb des Bundesforschungsministerium (BMBF). Das Berliner Ministerium unterstützt die Veranstaltung und möchte auch „seine“ Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs in Leipzig präsentieren. „Wir wollen vor allem aber diskutieren, welche Bedeutung Cluster allgemein für Deutschland haben und wie sich Unternehmen dazu verhalten sollten“, sagt Wurpts.

Foto: Arno Brandt, NordLB

Schon im April hatte die Wirtschaftsinitiative einen regionalen Lenkungsaus- schuss mit Vertretern der mitteldeutschen Cluster aus Forschung und Wissenschaft sowie der Landesverwaltungen einberufen. „Wir haben eine enorme Rückendeckung in der Region“, hält Wurpts das Ergebnis der damaligen Sitzung fest. Nun jedoch gehe es darum, eine Konferenz für ganz Deutschland zu veranstalten. „Damit wollen wir einen Impuls setzen, um das Thema regionale Clusterentwicklung zu fördern“, erläutert der Geschäftsführer.

Wurpts hofft, dass mit der nationalen und dann der internationalen Konferenz ein Durchbruch beim Verständnis für regionale Entwicklungsprozesse erreicht werden könne: „Cluster– und Wertschöpfungsketten kennen keine Ländergrenzen“, so Wurpts weiter, „und so wie Regionen starke Cluster brauchen, sind erfolgreiche Unternehmen auf starke Regionen angewiesen.“

Foto: Ralf Thiericke, Technologiezentrum Itzehoe

Zu den Teilnehmern des Nationalen Lenkungsausschusses zählten unter anderen Christian Ketels (Harvard Business School), Klaus Haases (MFG Baden-Württemberg), Arno Brandt (NordLB), Steffen Gackstatter (Monitor Group, München), Hans-Peter Hiepe, Kahrin Meyer (beide BMBF, Berlin),  Herbert Rath (Zenit GmbH, NRW), Michael Sackewitz (Bayern Innovativ) und Ralf Thiericke (Technologiezentrum Itzehoe). Alle begrüßten das Engagement der Wirtschaftsinitiative, eine nationale Plattform zu schaffen. Bis zur Konferenz im Oktober soll über eine dauerhafte Etablierung eines nationales Cluster-Netzwerks verhandelt werden.


Weitere Informationen:
Nachricht: Welt-Clusterkonferenz 2009 in Leipzig
Nachricht: Solarvalley hofft auf Spitzenclusterförderung
The Competitive Institute
Nachricht: Mitteldeutschland bei Clusterkonferenz in den USA
Nachricht: Tiefensee-Studie bestätigt Clusteransatz der Wirtschaftsinitiative


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Markus Kopp, Mitteldeutsche Airport Holding
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