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Tiefensee besucht „Solarvalley Mitteldeutschland“

16. Juli 2008


Bundesminister Wolfgang Tiefensee hat am Donnerstag den Spitzenclusteranwärter „Solarvalley Mitteldeutschland“ besucht. Im September entscheidet sich welche fünf der zwölf besten Cluster in Deutschland Fördergelder von insgesamt 200 Mio. Euro erhalten.

„Die Kooperationen zwischen hervorragenden Wissenschaftseinrichtungen und kompetenten, leistungsfähigen Partnern aus der Wirtschaft zeigen eine beeindruckende Dynamik und überzeugende Ergebnisse.“ Das sagte Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer am Donnerstag bei seinem Besuch im „Solarvalley Mitteldeutschland“ in Halle. Der Verbund von 29 Solarfirmen und 14 Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatte es im Frühsommer unter die besten zwölf Bewerber beim Spitzenclusterwettbewerb der Bundesregierung geschafft und hofft nun, unter die besten Fünf gewählt zu werden. Vertreter der 15 führenden Solarunternehmen in Mitteldeutschland diskutierten mit dem Bundesminister und stellten das „Technikum“ im Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik vor, in dem zukünftig die gesamte Wertschöpfungskette der Solarwirtschaft abgebildet werden wird.

„Allein im Jahr 2006 wurden 16 Prozent aller weltweit produzierten Solarzellen in der Region Mitteldeutschland gefertigt“, begrüßte Gastgeber Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik Halle (IWMH) die über 30 Teilnehmer. Dies mache 80 Prozent der deutschen Produktion aus. In der Branche, die jährlich mit bis zu 50 Prozent wachse, seien bereits jetzt mehrere tausend Menschen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen beschäftigt, ergänzte Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, die den Spitzenclusterantrag koordinierend begleitet.

Vertreter der 15 wichtigsten Solarunternehmen Mitteldeutschlands waren angereist, um mit dem Bundesminister über den Standort zu sprechen. Das Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre beim deutschen Endverbraucher Solarstrom zu gleichen Preisen wie konventionellen Strom anzubieten. „Die Forschungsförderung vom Bund würde die weitere Kostenreduzierung in der Solarzellenfertigung stark beschleunigen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, meinte Dr. Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer-Centrums für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle.

Die steigenden Energiepreise und die Verknappung fossiler Ressourcen seien treibende Faktoren bei der Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Das seien zunächst zwar sonnige Aussichten für die Photovoltaikindustrie, allerdings bleibe es eine Herausforderung für die Branche, photovoltaisch erzeugten Strom innerhalb der nächsten Jahre zu gleichen Preisen wie konventionellen Strom anzubieten, meint Bagdahn.

Foto: Dr. Jörg Bagdahn, Fraunhofer CSP

Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, gelte es auch, den Innovationsvorsprung zur asiatischen Konkurrenz auszubauen, fordert Bagdahn weiter. Deshalb nehmen die Ausbildung im Bereich Photovoltaik an den Hochschulen und die Qualifizierung von technisch-wissenschaftlichem Personal in der Region einen zentralen Platz im Spitzenclusterantrag ein.

Der Antrag des mitteldeutschen Solarclusters ist einer von 12 Anträgen, die aus insgesamt 38 von einer unabhängigen Jury für die zweite Runde des Wettbewerbs ausgewählt wurde. Von den verbliebenen Anträgen werden bis zu fünf für eine Förderung ausgewählt. Die Entscheidung hierfür fällt voraussichtlich im September. Insgesamt stehen für die fünf Finalisten rund 200 Mio. Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Das Bundesforschungsministerium will mit dem Spitzenclusterwettbewerb Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft fördern und so Netzwerken Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Weitere Informationen:    
www.solarvalley.org
www.spitzencluster.de
Nachricht: „Solarvalley” auf dem Weg an die Spitze
Nachricht: Solarvalley hofft auf Spitzenclusterförderung


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Dr. Gerold Schade, LANXESS IAB Ionenaustauscher GmbH
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