Cluster

Der Dreiklang der Standortentwicklung

25. Juli 2008


In seiner neuen Kolumne für das Magazin REGJO erläutert Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts die Bedeutung von Clustern für eine Region. Diese seien nicht die allein entscheidenden Faktoren für Wohlstand.

Neben Clustern müsse eine Region ein attraktives Lebensumfeld für junge Talente bieten und über gute Rahmenbedingungen für unternehmerische Entwicklung verfügen. Nur in diesem Dreiklang könne Wohlstand aufgebaut werden, schreibt der Manager in dem mitteldeutschen Wirtschaftsmagazin REGJO, das bundesweit in ICE-Zügen ausliegt und an zentralen Orten wie Hotels und Restaurants in Mitteldeutschland verteilt wird (Auflage 16.000).


Ein Cluster bezeichnet laut Wurpts die räumliche Konzentration von Unternehmen oder Betrieben und auch Begleitinstitutionen  wie Hochschulen oder Verbänden, die allesamt Wertschöpfungsketten bilden und Austauschbeziehungen pflegen. Die Förderung solcher Konzentrationen sei zum führenden Konzept der regionalen Wirtschaftspolitik geworden. „Dem guten Willen stehen jedoch häufig Unkenntnis und Aktionismus entgegen“, bedauert der Geschäftsführer der länderübergreifenden Standortinitiative, die seit knapp fünf Jahren die Clusterentwicklung in Mitteldeutschland fördert.

„Allzu selten“, schreibt Wurpts in der Kolumne, würden Cluster jedoch anhand „tatsächlicher Verflechtungen“ bestimmt werden, sondern „eher die Verwaltungsgrenzen die Größe bestimmen, was wiederum zu einer völlig unproduktiven Konkurrenz der Förderer führt.“ Künstlich könnten Cluster schon gar nicht geschaffen werden, „man kann und sollte aber ihre Entwicklung fördern.“

Auf der Suche nach gutem Personal zahlten viele ostdeutsche Unternehmen bereits „Westlöhne“. Um „auch künftig ein attraktiver Standort für ´Talente´ zu sein“, wie Wurpts schreibt, sei bei Themen wie der gesellschaftlichen Offenheit, der Toleranz oder der Internationalität „jedoch mancherorts noch einiges zu leisten“.

Weitere Informationen:
Aktuelle REGJO-Kolumne lesen (pdf)
Regjokolumne 01/2008 lesen (pdf)
Regjokolumne 03/2007 lesen (pdf)
Regjokolumne 02/2007 lesen (pdf)


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Jörg Fahrenbach, Kaufmännischer Vorstand der Haema AG
„Mitteldeutschland bietet optimale Voraussetzungen: innovative Unternehmen, sehr gute Infrastruktur, hohen Wohnwert, kulturelles Angebot und gut ausgebildete Fachkräfte. Als größter unabhängiger Blutspendedienst sind wir Teil dieser Region. Wir wollen dazu beitragen, diesen regionalen Mehrwert über die Grenzen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinaus bekannter zu machen und Mitteldeutschland noch weiter voranzubringen. ”