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„Wirtschaftsinitiative ist gutes Signal für Investoren“

12. September 2008


Forschungsunternehmen zu stärken und Mitteldeutschland gemeinsam zu vermarkten sind wichtige Herausforderungen für Bayer-Geschäftsführer Hans-Joachim Raubach. Die länderübergreifende Bündelung von Interessen in der Wirtschaftsinitiative sei ein gutes Signal für Investoren.

Dr. Hans-Joachim Raubach, Bayer Bitterfeld

Herr Dr. Raubach, was sind aus Ihrer Sicht die aktuellen Herausforderungen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Mitteldeutschland?
Aus meiner Sicht sind aktuelle Herausforderungen zum Beispiel das wirtschaftliche Erstarken von Forschungsunternehmen mit Unterstützung der Politik, die Eindämmung der Energiekosten als Preistreiber, die noch stärkere Wahrnehmung des Wirtschaftsstandortes Mitteldeutschland in Deutschland und auf internationalen Märkten durch die gemeinsame Vermarktung.

Wir läuft die Entwicklung für Ihr Unternehmen in der Region, was sind Ihre nächsten Ziele?
Die Bayer Bitterfeld GmbH entwickelt sich auf einem guten Niveau. Seit Mitte des Jahres produzieren wir erfolgreich das Schmerzmittel ALEVE® jetzt auch für den deutschsprachigen Markt; für den amerikanischen stellen wir Aleve® bereits seit 21 Monaten her. Weitere Länder in Europa sind in der Registrierung oder auch schon in der Ausbietung. Wir haben damit unser Portfolio nachhaltig ergänzt und können nun in neue Projekte einsteigen.

Die Bayer Bitterfeld GmbH blickt auf 15 Jahre erfolgreiche Berufsausbildung zurück. Im August bekommen wieder 38 Schulabgänger die Chance für ihre Zukunft. Die Ausbildungsverträge sind abgeschlossen. Sieben verschiedene Berufe standen zur Auswahl.

Über die Vermarktung unserer noch freien Werksflächen sind wir mit verschiedenen Institutionen und mit Interessenten im Gespräch.

Welche Chancen sehen Sie in den Aktivitäten der Wirtschaftsinitiative für die Region?
Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland ist eine Plattform für die Präsentation von Unternehmen, Städten und Institutionen. Mit ihrer Unterstützung wird ein intensiver Austausch innerhalb der Wirtschaft und zur Politik ermöglicht. Vielfältige Aktionen wie beispielsweise die Auslobung des „IQ Innovationspreis Mitteldeutschland“ oder die Organisation von Clustern nach Wirtschaftszweigen tragen positiv zur Entwicklung der Wirtschaft dieser Region bei.
Foto: Gelände der Bayer Bittelfeld AG  

Durch die einheitliche Vermarktung der Region Mitteldeutschland als drei Länder übergreifende Aktivität und mit der Zusammenführung vieler Interessen von Wirtschaft und Wissenschaft wird die Außenwahrnehmung positiv unterstützt. Das ist ein guter Weg, um den Standort Mitteldeutschland attraktiv für Investoren zu gestalten.

Wenn ich König von Mitteldeutschland wäre ….
… würde ich aktiv Demokratie einführen.

Was kann man im Sommer am besten in Mitteldeutschland unternehmen?
Mitteldeutschland bietet eine Vielfalt Freizeitideen für alle Interessen:  zum Beispiel segeln auf der Goitzsche in Bitterfeld, Bereisung der „Gartenträume“ in Sachsen-Anhalt, das Laternenfest in Halle, den Besuch des Fundortes der Himmelsscheibe in Wangen und so vieles mehr.   

Herr Dr. Rauchbach, vielen Dank für das Gespräch.

Dr. Hans-Joachim Raubach hat Pharmazie an der Universität Bonn studiert und im Jahr 1988 promoviert. Direkt anschließend begann für den im Jahr 1960 geborenen Kölner die berufliche Laufbahn in der Pharmaproduktion bei Bayer Leverkusen. Ab 1995 übernahm er parallel dazu die Leitung des Bereichs Feststoffverpackung. Von 1999 bis 2004 folgte die Positionen Leiter Pharma Operations und Werkleiter Bayer Healthcare Company in chinesischen Beijing. Nach seiner Rückkehr nach Leverkusen – als Leiter der Pharma-Liquida-Produktion – trat Herr Dr. Raubach im Jahr 2005 den Posten des Geschäftsführers der Bayer Bitterfeld GmbH an. Hans-Joachim Raubach ist verheiratet und hat zwei Kinder.  

Foto: Aspirinproduktion am Standort Bitterfeld

Weitere Informationen:
Bayer Bitterfeld
Sommerinterview mit: Jens Berger, PwC
Sommerinterview mit: Dr. Thomas Hofmann, IHK zu Leipzig
Sommerinterview mit: Prof. Dr. Klaus-Ewald Holst, VNG
Sommerinterview mit: Andreas Otter, Deloitte


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Prof. Hans B. Bauerfeind, Bauerfeind AG
„Als erfolgreicher Unternehmer fühle ich mich der Region verpflichtet. Die Wirtschaftinitiative bündelt Kompetenzen und schafft Synergien – für ein florierendes Mitteldeutschland! Das unterstütze ich mit meinem Engagement. ”