Kreativität der Mitarbeiter für Ideen nutzen
Unternehmer aus Mitteldeutschland treffen sich am 8. Oktober in Erfurt zum Arbeitskreis Ideenmanagement. Ziel des Treffens ist laut Mit-Organisatorin Stefanie Petzoldt die betriebliche Ideen- und Innovationsentwicklung durch überbetrieblichen Austausch zu verbessern.
Der Arbeitskreis sieht sich als Plattform für Fachleute, die sich über Ideenmanagement, betriebliches Vorschlagswesen und das Prinzip des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses austauschen möchten, um das Ideenpotential Ihrer Unternehmen zu stärken. Zur Gründungsveranstaltung am 8. Oktober sollen die Ziele des Arbeitskreises erörtert und festgelegt werden. Sie bilden den Ausgangspunkt für die Themen der weiteren Treffen. Angemeldet haben sich bisher bereits 30 Unternehmensvertreter, von Geschäftsführern über Produktmanager bis zu Personalfachleuten und Branchen-Spezialisten. Eine begrenzte Anzahl von Plätzen steht noch zur Verfügung. Anmeldungen sind bis zum 01. Oktober 2008 über die Webseite des Arbeitskreises Mitteldeutschland www.ak-mitte.de möglich. Die Teilnahme am Arbeitskreis ist kostenfrei.
Beim Gründungstreffen in den Räumlichkeiten der Industrie- und Handelskammer Erfurt werden sich die Mitglieder zunächst kennenlernen und allgemeine Informationen zum Thema Ideenmanagement und einem Arbeitskreis erfahren. Hierfür wird Denny Kondic, Mitglied des Fachausschusses für Grundsatzfragen im Ideenmanagement, einen Vortrag über das Ideenmanagement in Deutschland halten. Außerdem berichten Peter Peckedrath und Ralph Read, beides Mitglieder anderer Arbeitskreise für Ideenmanagement in Deutschland, über Ihre Erfahrungen aus den regelmäßigen Treffen ihrer Initiativen. Daran anschließend werden die Teilnehmer in Workshopatmosphäre die Ziele und organisatorischen Festlegungen des Arbeitskreises diskutieren und den „Arbeitskreis Ideenmanagement Mitteldeutschland“ offiziell gründen.
Die Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland gehört gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern aus Erfurt und Gera, der IBYKUS AG für Informationstechnologie sowie dem Deutschen Institut für Betriebswirtschaft und der Initiative "Ideen machen Zukunft" zu den Unterstützern des Arbeitskreises.
„Die Unternehmen greifen damit ein Thema auf, das laut einer Studie der Wirtschaftsinitiative und der Handelshochschule Leipzig vielfach vernachlässigt wird, nämlich die Kreativität der Mitarbeiter abzurufen“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH.
Die im Nachgang der Kreativitätskonferenz im vergangenen Winter veröffentlichte Studie der Handelshochschule Leipzig (HHL) im Auftrag der Wirtschaftsinitiative war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Arbeitsbedingungen in mitteldeutschen Unternehmen noch besser gestaltet werden können, um die Kreativität der Mitarbeiter zu fördern. Die Forscher fanden heraus, dass nur 35,1 Prozent der Befragten ihr kreatives Potenzial am Arbeitsplatz gut bis sehr gut entfalten können. Nach dem Spitzenreiter Mecklenburg-Vorpommern - hier geben 62,6 Prozent der Befragten an, in einem kreativitätsfördernden Umfeld zu arbeiten - können vor allem die Bundesländer punkten, die im Kreativitätsranking weniger gut abgeschnitten hatten: Rheinland-Pfalz (59,6), Schleswig-Holstein (50,2), Niedersachsen (49,2) und Sachsen (39,2) legen besonderen Wert auf ein kreatives Arbeitsklima. Am Ende der Tabelle liegen Hamburg (6,1) und das Saarland. Keiner der hier Befragten meinte, seine Kreativität am Arbeitsplatz voll zum Einsatz bringen zu können. „Kreativität wird im internationalen Wettbewerb zunehmend wichtig für Wirtschaftsstandorte, so dass Unternehmer verstärkt auf eine kreativitätsfördernde Umgebung achten müssen“, kommentiert Wurpts die Studie. Sie bestätige den Trend, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, die kreative Potenziale am Arbeitsplatz fördern.


