Standort

Hochschule Merseburg veranstaltet Wirtschaftstag

14. November 2008


Die Wirtschaftsinitiative übernahm die Schirmherrschaft für die 1. Wirtschaftskonferenz Saalekreis, die am letzten Donnerstag an der Hochschule Merseburg (FH) statt fand. Clustersprecher Christoph Mühlhaus informierte dort über Perspektiven für Fachkräfte.

Rund 30 Vertreter der regionalen Wirtschaft, insbesondere Vertreter kleiner und mittelständischer Unternehmen waren nach Merseburg gekommen, um sich zum Thema „Wissens- und Technologietransfer, Karriere und Forschung in Mitteldeutschland“ auszutauschen. Ziel der Konferenz war es, die Zusammenarbeit von Forschung und Praxis zu stärken, um Wissen zu streuen und Innovationsprozesse anzuregen. Eingeladen hatten der Saalekreis, die Stadt Merseburg sowie die Hochschule Merseburg (FH).

Die Konferenz versteht sich als Fortsetzung der vormals von der FH durchgeführten Reihe „Tag der Forschung“ und fand dementsprechend auf dem Campus statt. Rektor Heinz W. Zwanziger ermunterte die Gäste neue Perspektiven für die Zusammenarbeit auszuloten, sich einen Überblick über die Forschungstätigkeit der Hochschule Merseburg zu verschaffen und Kontakte zu Professoren zu suchen.

Welche Karrierechancen Mitteldeutschland bietet, wurde während der Podiumsdiskussion thematisiert. Als Vertreter der Wirtschaftsinitiative informierte Christoph Mühlhaus, Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau und Sprecher des Clusters Chemie/Kunststoffe, über Perspektiven am Standort. Dabei ging er insbesondere auf den Chemiestandort ein, der sich bei Fachleuten aus ganz Europa bereits einen guten Namen gemacht habe.

Foto: Prof. Heinz W. Zwanziger, Hochschule Merseburg (FH)

Im Vergleich zu den Chemiestandorten ist die Kunststoffindustrie, laut Mühlhaus, weniger flächendeckend konzentriert. Eine Aufgabe des Clusters Chemie/Kunststoffe sei es deshalb, die vorhandene Leistungsfähigkeit der Kunststoffbranche in der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Eine Möglichkeit sei, gemäß Mühlhaus, das im Vorjahr gegründete Kunststoffkompetenzentrum (KKZ) an den Campus der Hochschule Merseburg (FH) anzubinden. Das Cluster Chemie/Kunststoffe begleitet diesen Prozess zur nachhaltigen Verankerung des KKZ, um einen Anziehungspunkt für Forschung und Entwicklung sowie für Aus- und Weiterbildung zu etablieren. Bereits für Dezember 2008 ist die Gründung einer eigenen Rechtsform geplant.

Thematisch passend zur Konferenz fand begleitend die 7. Firmenkontaktmesse „Praxis trifft Campus“ statt. Die Jobmesse bot Studierenden aller Fachrichtungen die Möglichkeit, sich bei regionalen Unternehmen über berufliche Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Parallel zur Jobbörse stellte die Hochschule Merseburg (FH) ihre Masterprogramme vor, deren Zahl sich im kommenden Wintersemester auf sechs erhöhen wird. Neu entstehen werden die Master Angewandte Medien- und Kulturwissenschaft sowie Projektmanagement. 

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden der Forschungs- und Innovationspreis der Hochschule Merseburg (FH) und der VDI-Preis verliehen. Der Forschungs- und Innovationspreis vergibt die Hochschule seit 2000 alle zwei Jahre, um für herausragende Leistungen in der Forschung oder in der erfolgreichen Umsetzung von Forschungsergebnissen Anerkennung zu vermitteln. Zugleich soll der mit je 2.500 Euro dotierte Preis Anreize für weitere Forschungsarbeiten und innovative Vorhaben bieten. In diesem Jahr ging er an das Forschungsteam Regina Walter für das Projekt „Einsatz von Biocompounds von stickstoffhaltigen Regeneraten aus Kondensatreinigungsanlagen“ und an Michael Brutschek für seine Forschungsleistungen auf dem Gebiet Automaten- und Systemanalyse.

Der VDI-Preis wird jährlich vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Bezirksverein Halle, für die beste Diplomarbeit von Studierenden auf ingenieurwissenschaftlichem Gebiet verliehen. Dieses Jahr erhielt Thomas Hentschel den mit 300 Euro dotierten Preis. Damit wurde er für seine Diplomarbeit zum Thema „Estimation of kinetic parameters for anionic solution copolymerization of 1,3-butadiene and styrene by n-butyllithium in cyclohexane“ ausgezeichnet.

Weitere Informationen:
Hochschule Merseburg
Wirtschaftskonferenz Saalekreis (pdf)
Kunststoffkompetenzzentrum
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