Cluster

Informationstechnologie trifft Nachwuchs

12. Dezember 2008


Eine neue Veranstaltungsreihe des Clusters Informationstechnologie (IT) informiert junge Informatiker und Betriebswirtschaftler über Berufsperspektiven in Mitteldeutschland. Clustersprecher Klemens Gutmann nennt fünf Gründe für eine Karriere in der Region.

Nach der ersten Informationsveranstaltung am 3. Dezember folgt nun am 17. Dezember der zweite Termin an der Universität Leipzig, der sich vor allem an Bachelor-Studierende richtet. Neben den Firmenpräsentationen der Unternehmen GISA, itemis und it-Campus findet eine offen Gesprächsrunde statt, bei der die Teilnehmer mit den Unternehmensvertretern ins Gespräch kommen können. "Wer einen Überblick erhalten will, welche IT-Firmen in Leipzig und Umgebung Jobs anbieten, ist hier genau richtig, denn hier gibt es wertvolle Tipps aus erster Hand“, betont Gastgeber Ulrich Eisenecker, Professor für Softewareentwicklung für Wirtschaft und Verwaltung am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Leipzig.

„Wir wollen den jungen Leuten zeigen, dass die Karriereperspektiven in den kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort sehr aussichtsreich sind“, sagte Clustersprecher Gutmann am ersten Informationstag. Es gebe mindestens fünf Gründe, sich für eine Karriere vor Ort zu entscheiden. Erstens widmeten sich die Unternehmen stark der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Zweitens könnten Berufsanfänger schnell eigene Projekte gestalten, in denen sie, drittens, direkt auch berufliche Verantwortung übernehmen können. Die hohe Lebensqualität und das breite Freizeitangebot der Region seien zwei weitere überzeugende Argumente, schloss Gutmann.

Diese Gründe gerade bei jungen Fachleuten in der Region bekannter zu machen, sei das Ziel der Veranstaltungsreihe. Gutmann unterstrich die Notwendigkeit durch Ergebnisse einer Studie zu IT-Berufschancen in Mitteldeutschland. Für diese wurden Informatik-Studenten der Universität Magdeburg und der Fachhochschule Stendal befragt. Demnach nimmt die Mehrzahl der Absolventen an, in kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht die gleichen beruflichen Perspektiven zu sehen, wie in großen Konzernen. Diese Vorbehalte gegenüber kleineren Unternehmen gelte es zu zerstreuen, um die benötigten Fachkräfte in der Region zu halten.

Foto: Stanislav Elinson, Universität Leipzig, Klemens Gutmann, regioCom GmbH, Katja Teichert, DIS AG, Ingo Schöbe, perdata GmbH, Jens Heinrich, ccc GmbH, Dr. Detlef Mende, logic-base und Johannes Müller, Universität Leipzig

Die Studie mache darüber hinaus deutlich, dass immer weniger Studierende bereits während des Studiums Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpften, ergänzte Gutmann. Dabei sei dies eine wichtige Grundlage für Arbeitgeber und Mitarbeiter sich kennen zu lernen. Daraus ergebe sich laut Gutmann nicht selten ein Berufseinstieg. Dies bestätigte auch der Geschäftsführer der ccc GmbH, Jens Heinrich. „80 Prozent der Mitarbeiter der ccc GmbH haben ihre berufliche Laufbahn bei der ccc GmbH als Werkstudent begonnen.“ Für ihn sei es sehr bedauerlich, dass die neuen Bachelor-Studiengänge den Studierenden durch enge Lehrpläne kaum noch Freiraum für die Praxis bieten.

Ab Januar 2009 sind weitere Veranstaltungen des Clusters IT in Kooperation mit den Hochschulen in Halle, Magdeburg, Jena, Ilmenau und Dresden geplant. Die Veranstaltung geht auf die Idee von Eisenecker zurück und wurde vom mitteldeutschen Cluster IT aufgegriffen und weiter entwickelt.

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Christian Vogel, CFH Beteiligungsgesellschaft mbh
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