Innovation

IQ-Gewinner erhalten Landesförderung

16. January 2009


Bei einem mit 780.000 Euro geförderten Spritzgußformprojekt kooperieren die IQ-Finalisten Inocermic und KTS Schmölln. Dabei kommt auch ein neues Laserverfahren zum Einsatz. Inocermic-Geschäftsführerin Bärbel Voigtsberger freut sich über die Beihilfe.

Dr. Bärbel Voigtsberger, Inocermic

An dem Laserprojekt beteiligen sich fünf Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Mit dem aktuellen Vorhaben soll ein neues Verfahren im Werkzeug- und Formenbau zur präziseren und effizienteren Bearbeitung von Spritzgießformen mit Laser entwickelt werden. So sind durch die Wirkung der Laserstrahlen beliebige dreidimensionale Werkstücke herstellbar, die nicht konventionell mechanisch oder gießtechnisch gefertigt werden können.

„Die Hochpräzision in Formenbau und Spritzgießtechnik ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Qualität muss bei der Erschließung neuer Anwendungsfelder gesichert sein, “ sagt Projektleiterin und Inocermic-Geschäftsführerin Bärbel Voigtsberger.

Voigtsberger freut sich über die vom Freistaat in Aussicht gestellte Technologieförderung von rund 300 Millionen Euro bis 2013, von der auch das Gemeinschaftsprojekt profitiert.  Nur so könne laut ihrer Einschätzung die Innovationsfähigkeit einer Region gewährleistet sein.

Neben der Inocermic Gesellschaft für innovative Keramik mbH und der Kunststoff Technik Schmölln (KTS) GmbH beteiligen sich an diesem Entwicklungsvorhaben die FKT Formenbau und Kunststofftechnik GmbH, das Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie das Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und Werkstoffprüfung.

Die Inocermic GmbH wurde 1993 als Tochter des Hermsdorfer Institutes für Technische Keramik e.V. gegründet. Sie entwickelt Technologien im industriellen Maßstab und Kleinserien spezieller keramischer Materialien und Produkte. Mit seiner Innovation „Nanoporige keramische Membranen für die Bioethanolherstellung“ gewann Inocermic den IQ Innovationspreis 2008 im Clusters Energie/Umwelt.

Als weiteres Unternehmen des Projektverbundes hatte es die KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH unter die IQ-Finalisten geschafft und gewann mit der der Weltneuheit „CSEasy“, einem innovativen Reifenadapter-System, den zweiten Platz des IQ Innovationspreis 2008 im Cluster Chemie/Kunststoffe.

Foto: Dr. Wolfgang Markgraf, KTS Kunststoff Technik Schmölln


Die im Jahr 1991 gegründete KTS Kunststoff Technik Schmölln GmbH ist eine Tochter der Berliner Elektro-Technik GmbH. KTS entwickelt und produziert Kunststoffteile und Baugruppen für industrielle Anwendungen. Daneben konstruiert und fertigt sie für die
Kunststoffverarbeitung benötigte Spritzgießformen.

„Der IQ Innovationspreis 2008 verschaffte uns große öffentliche Aufmerksamkeit“, freut sich Wolfgang Markgraf, KTS-Geschäftsführer. Allein dieser Mehrwert spräche für eine Teilnahme. Außerdem seien über den IQ Innovationspreis hilfreiche Kontakte für zukünftige Projekte entstanden. Er könne jedem, der eine innovative Idee hat, eine Bewerbung wärmstens empfehlen.

Der Wettbewerb um den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland läuft noch bis zum 15. März 2009. Für den mit 60.000 Euro dotierten Preis können sich Forscher, Studenten, Gründer und Unternehmer unter www.iq-mitteldeutschland.de bewerben. Der Gesamtpreisträger erhält 15.000 Euro in bar und eine einjährige Mitgliedschaft in der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Jeweils 7.500 Euro und eine einjährige Mitgliedschaft gehen an die Clusterpreisträger in den Branchen Automotive, Biotechnologie - Life Sciences, Chemie/Kunststoffe, Ernährungswirtschaft, Energie/Umwelt und Informationstechnologie. Die Städte Leipzig, Halle, Jena, Dessau, Gera und die Region Ostthüringen loben unter der Dachmarke „IQ“ gesondert dotierte Innovationswettbewerbe aus.

Weitere Informationen:
Inocermic
KTS Kunststoff Technik Schmölln
IQ Innovationspreis
Pressemitteilung: IQ-prämiertes Verfahren erhöht Effizienz von Biokraftstoff
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Mario Busch, S&P Ingenieure + Architekten
„Für Mitteldeutschland, für unsere Region, engagieren wir uns mit "Herzblut". Wir wollen aktiv dazu beitragen, das diese Wirtschaftsregion durch Innovationskraft, Wachstum und Lebensqualität eine starke Zukunft hat.”