„Dafür ist unser Netz noch nicht ausgelegt“
enviaM-Vorstandschef Carl-Ernst Giesting erläutert im neuen Printnewsletter der Wirtschaftsinitiative die Auswirkungen der erneuerbaren Energie auf die Stromnetze. Verdreifachung des „grünen Stroms“ bis 2025 erwartet.
„Unser Netz ist stabil und das soll so bleiben“, sagt Giesting im Interview. Bis zum Jahr 2025 erwarte sein Unternehmen eine Zunahme der installierten Erzeugungsleistung aus erneuerbaren Energien von heute mehr als 3.200 Megawatt (MW) auf über 10.500 MW. Es sei mit einer Verdopplung des Photovoltaikstroms sowie einer Zunahme von 50 Prozent bei Biomasse und 40 Prozent bei Windkraft zu erwarten. Da der Strom dezentral eingespeist würde und oft über weitere Strecken transportiert werden müsse, „ist das ein bedeutendes Netzproblem“, sagt Giesting. Um dem zu begegnen investiert das Unternehmen in den nächsten Jahren über 120 Millionen Euro in den Netzausbau.
In weiteren Beiträgen des vierteljährlich erscheinenden Printnewsletters der Wirtschaftsinitiative wird auf den jüngsten IQ-Wettbewerb zurückgeblickt und der Preisträger Analytik Jena portraitiert. Als „neue Gesichter“ in der Wirtschaftsinitiative werden Rudolf Lamm von der Dow Olefinverbund GmbH, Wolfgang Zahn von der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH und Peter Meyer, neuer Direktor Region Ost der Air Liquide Deutschland GmbH vorgestellt.
„Mitteldeutschland wird Metropolregion“, ist ferner ein Beitrag, in dem sich die Wirtschaftsinitiative erstmals öffentlich zur neuen „Metropolregion Mitteldeutschland“ positioniert. „Die Umbenennung der Metropolregion in Mitteldeutschland und die Erweiterung auf alle wichtigen Städte der Drei-Länder-Region ist auch ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland“, sagt der Erste Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative, Georg Frank. „Wir freuen uns, dass nun auch die Städte diesem Ansatz folgen“, es ergäbe sich die Chance einer noch effektiveren Vernetzung der Wirtschaft und einer gemeinsamen Vermarktung des Standorts. „Wir wollen die Entwicklung der Metropolregion voll unterstützen“, sagt Frank.
Weitere Informationen:
Printnewsletter Juli/August 2009
Printnewsletter März/April 2009
Printnewsletter November/Dezember 2008

