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„Zukunftsperspektiven“ von Braunkohle und Biomasse

12. March 2010


Auf seiner jüngsten Sitzung in Zeitz hat das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland mit Sprecher Christoph Mühlhaus die nächsten Schritte zur Erschließung neuer „Feedstocks“ für die chemische Industrie diskutiert.

Dr. Christoph Mühlhaus, Sprecher Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland

Zunächst durften die rund 40 Teilnehmer der Clusterboardsitzung gewaltig staunen, als sie die erst kürzlich eingeweihte Stärkefabrik im Chemiepark besichtigen konnten, die aufgrund eines 50 Millionen Investments als die größte und modernste „Mühle“ Europas gilt. Jährlich sollen in den hochgradig automatisierten Anlagen rund 130.000 Tonnen Weizen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Stärkeprodukten verarbeitet werden. Abnehmer sind die Lebensmittel-, Chemie- und Papierindustrie sowie die Pharma- und Kosmetikbranche.

Im Zentrum der Clusterberatung stand das Thema „Nutzung der Braunkohle und Biomasse als eine Zukunftsperspektive der chemischen Industrie in Mitteldeutschland“. Mit dem Projekt „Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland (ibi)“ sollen Verfahrenstechnologien, technische Anlagen und Dienstleistungen mit Firmen aus der Region entwickelt werden, „um alternative Kohlenwasserstoffquellen für die chemische Industrie nutzbar zu machen“, wie Koordinator Andreas Schröter berichtete.

Auch die Biomasse gilt als künftiger „Feedstock“ des mitteldeutschen Chemie/Kunststoffe-Clusters. Schon jetzt verfügt Mitteldeutschland über eine der höchsten Konzentration an Firmen und Anlagen in diesem Bereich. Künftig wird im Chemiepark Leuna ein Chemisch-Biotechnologisches Prozesszentrum von der Fraunhofer-Gesellschaft errichtet, um die nachwachsenden Rohstoffe als Chemieprodukte aufzubereiten. Auch die Bundesregierung plant laut Koalitionsvertrag die Ansiedlung eines „Forschungsinstituts zur nachhaltigen und sicheren Rohstoffversorgung“.

Weitere Informationen:
Cluster Chemie/Kunststoffe
Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland (ibi)
Nachricht: „Alternative Rohstoffe benötigt“
Nachricht: Chemie/Kunststoffe hat drei neue Sprecher


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