Cluster

„Die Wirtschaftsinitiative hat viel bewegt“

16. April 2010


Christian Ketels, Experte für regionale Wettbewerbsfähigkeit an der Harvard Business School, hat auf Einladung der Wirtschaftsinitiative eine „Cluster-Tour“ durch Mitteldeutschland gemacht – und zeigte sich beeindruckt.

Dr. Christian Ketels, Harvard Business School

Ketels hat vor fünf Jahren eine so genannte „Case Study“ für die amerikanische Kaderschmiede aus Boston zur „cluster mobilization in Mitteldeutschland“ geschrieben, die heute an rund 80 Business Schools weltweit unterrichtet wird. So auch an der European Business School (EBS) in Frankfurt, von der er nun 20 Studenten mit nach Mitteldeutschland brachte. Nach einem Besuch an der Leipziger Handelshochschule (HHL), wo Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts vom Entwicklungsstand der Wirtschaftsinitiative berichtete, machte die Gruppe eine „Cluster-Tour“ durch Mitteldeutschland.

Erste Station war die Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau, deren einstiger Geschäftsführer Bart Groot die heutige Wirtschaftsinitiative vor rund zehn Jahren gegründet hat. Im Hallenser Fraunhofer-Center für Silizum-Photovoltaik (CSP) präsentierte Institutsleiter Jörg Bagdahn den Entwicklungsstand des Cluster Solarvalley Mitteldeutschland und im Leipziger BMW Werk begrüßte Leiter Manfred Erlacher die beeindruckten Gäste zu einer Werksführung, ehe Manager Dietmar Bacher der internationalen Gruppe das Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) vorstellte.

„Mich interessiert, warum sich die Industrie derartig für ihre Region engagiert“, erklärte Ketels am Donnerstagabend vor dem Mitteldeutschen Presseclub. Die Antwort kam vom Wirtschaftsinitiative-Mitglied Christian Schleicher von Bayer Bitterfeld: „Für die Entwicklung unseres Werks ist es von zentraler Bedeutung, dass sich auch die gesamte Region gut entwickelt.“

Die Wirtschaftsinitiative sei einzigartig in Europa „und hat enorm viel bewegt“, so Ketels weiter vor den Journalisten. Doch die Herausforderungen für die Zukunft könne die Wirtschaftsinitiative nicht allein bewerkstelligen, hierzu bedürfe es eines strategisch abgestimmten Zusammenspiels aller Akteure in der Region. „Man muss sich vor allem darüber im klaren sein, wie Mitteldeutschland in zehn Jahren aussehen soll, davon leitet sich alle notwendigen Handlung ab“, riet der international renommierte Experte.

Weitere Informationen:
Cluster Solarvalley Mitteldeutschland
Dow Olefinverbund GmbH
Fraunhofer-Center für Silizum-Photovoltaik
BMW Werk Leipzig
Automotive Cluster Ostdeutschland
Mitteldeutscher Presseclub
Bayer Bitterfeld GmbH

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Andreas Hiltermann, InfraLeuna
„Mitteldeutschland finde ich klasse, weil dahinter ein bedeutendes Wirtschaftspotenzial steckt.”