Cluster

„Kritische Masse sichern“

18. Juni 2010


Cluster-Organisationen dürften sich nicht an Verwaltungsgrenzen orientieren, forderte Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts nun bei einer Diskussion mit Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig in Erfurt.

Klaus Wurpts, Wirtschaftsinitiative

Die beiden diskutierten im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Erfurter Wirtschaftskongresses („erwicon“) zum Thema „Netzwerkstadt - Netzwerkstatt Erfurt“ am vergangenen Freitag auf dem Messegelände der thüringischen Landeshauptstadt. Dabei gab Machnig bekannt, dass sein Haus die Unternehmensberatung Roland Berger mit der Erstellung einer Studie zu den Zukunftspotentialen Thüringens beauftragt habe. In jedem Fall müsse langfristig das Clustermanagement gesichert werden, versprach Machnig.

An dieser Stelle verwies Geschäftsführer Wurpts auf die Position der Wirtschaftsinitiative, wonach sich Cluster und deren Wertschöpfungsketten nicht an Verwaltungsgrenzen orientierten. An diesen „tatsächlichen Clustern“ sei auch das Management auszurichten, wie es vorbildlich beim Solarvalley Mitteldeutschland oder beim Automotive Cluster Ostdeutschland der Fall sei. Dieses spräche nicht gegen die Netzwerkaktivitäten auf Länderebene, sagte Wurpts weiter, da diese wichtig für den direkten, persönlichen Kontakt zu den Firmen seien. „Zur Sicherung der kritischen Masse für einen effektiven Clusterprozess und ein effektives Marketing brauchen wir aber auch eine übergeordnete Koordination auf mitteldeutscher Ebene oder gar darüber hinaus“, sagte Wurpts.

Weitere Informationen:
Cluster in Mitteldeutschland
Solarvalley Mitteldeutschland
Automotive Cluster Ostdeutschland
Deutsche Clusterkonferenz


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Holger von Hebel, Bosch Solar Energy AG
„Mit unserem Beitritt wollen wir alle Kräfte von Bosch und ersol bündeln, um Thüringens Bekanntheitsgrad zu erhöhen. ”