Innovation

„Einen Beitrag zum Wachstum leisten“

02. Juli 2010


IQ-Preisträger 2010 im Portrait – Für den Dresdener Martin Fischer von der perfluorence GmbH gilt es nun, für die Vermarktung seines erprobten Schmierstoff-Additivs Polytetrafluorethylen (PTFE), „die gründungsvorbereitenden Aufgaben abzuschließen“.

„Nicht zuletzt identifiziert man sich durch die Zugehörigkeit zur Wirtschaftsinitiative noch stärker mit der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland und kann somit einen Beitrag zum Wachstum leisten“, vergisst Martin Fischer nicht zu erwähnen, wenn er die Bedeutung des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland für sich und sein junges Unternehmen beschreibt.

Ansonsten profitiere er „insbesondere von der Breite der öffentlichkeitswirksamen Instrumente, die wir als unterstützende Maßnahmen für die Vorbereitung unserer Vertriebsaktivitäten und der Öffentlichkeitsarbeit nutzen können“, und von der mit dem IQ-Preis verbundenen Mitgliedschaft in der Wirtschaftsinitiative: „Davon erhoffen wir uns Zugang zu erfahrenen Experten, mit denen wir uns austauschen können.“

Fischer und sein Team vom Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. sind die aktuellen Gewinner des von der Dow Olefinverbund GmbH gesponsorten Professor Johannes-Nelles-Preises im mitteldeutschen Cluster Chemie/Kunststoffe. Die gekrönte Innovation ist ein Spezialgemisch, mit dem Schmierstoffe in stark beanspruchten Bauteilen wie Lagern und Getrieben verbessert und somit Wartungsaufwand und Materialkosten deutlich gesenkt werden können.

Bisherige, konventionelle Schmierstoffe entmischen sich aufgrund von Reibung mit der Zeit, was eine eingeschränkte Lebensdauer der Bauteile bewirkt. Die perfluorence GmbH i. G. geht hier einen neuen Weg. Ihr ist es gelungen, den Zusatzstoff (Additiv) Polytetrafluorethylen (PTFE) chemisch mit Ölen und Kunststoffen zu verbinden. Bei dem patentierten Verfahren wird das PTFE mit Gamma- oder Elektronenstrahlung beschossen. Dadurch werden Radikale und funktionelle Gruppen gebildet, die mittels einer speziellen Verarbeitungstechnik eine stabile Verbindung mit dem Schmiermittel oder dem Kunststoff eingehen. Eine Entmischung ist dadurch kaum noch möglich, Reibung wird verhindert.

Zum Stand der Entwicklung berichtet Fischer: „Bei den Hochleistungsschmierstoffen sind die Laborarbeiten überwiegend abgeschlossen.“ Feldtests hätten gezeigt, dass die Lebensdauer von Getrieben oder Lagern verdoppelt werden könne. „Nun gilt es, die gründungsvorbereitenden Aufgaben abzuschließen.“ Erste Aufträge liegen vor.

Weitere Informationen:
IQ Innovationspreis Mitteldeutschland
Perfluorence GmbH i.G.
Nachricht: IQ-Preis für Alzheimer-Therapie
Nachricht: Countdown für die IQ-Finalisten 2010
Nachricht: IQ-Wettbewerb vor dem Finale

Downloads:
IQ-Gewinner 2010
IQ-Publikation zu den Finalisten 2010
IQ- Fotogalerie 2010
Film zur IQ-Preisverleihung 2010


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Dr. Albrecht Schröter, OBM Jena
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