Cluster

Systembiologie im Fokus

09. Juli 2010


Nach der Bildung zweier Konsortien um die Themen Algenbiotechnologie und Anti-Freeze-Proteine nimmt das mitteldeutsche Cluster Biotechnologie – Life Sciences laut Sprecher Hans-Ulrich Demuth nun die Bündelung der regionalen Aktivitäten im Bereich Systembiologie in Angriff.

Während die Konsortien aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den Algen- und Protein-Bereichen momentan an ihren Projektplänen arbeiten, bereitet das mitteldeutsche Clustermanagement schon das nächste Zukunftsthema vor. Die Systembiologie ist eine Disziplin am Schnittpunkt zwischen Biologie, Mathematik und Physik, die experimentelle und rechnerbetonte Ansätze vereint, um auf Grundlage der entschlüsselten Gene das Verhalten und das Verhältnis aller Elemente in einem bestimmten biologischen System zu verstehen. „Die Systembiologie ist ein hochinteressanter Zweig der Bioinformatik, der das Verständnis biologischer Zusammenhänge mit mathematischen Methoden verbessern helfen kann“, sagt Clustersprecher Demuth, im Hauptberuf Vorstand der Hallenser Probiodrug AG.

In der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland gibt es im Bereich Systembiologie bereits Aktivitäten in Jena (JenAge), Leipzig (SyBiT) und an der Universität Halle-Wittenberg. Ziel des mitteldeutschen Clustermanagements ist die Identifikation gemeinsamer Verwertungssätze und deren Vermarktung. „Nach dem Start verschiedener mitteldeutscher Systembiologie-Initiativen ist es jetzt Zeit, gemeinsam nach Verwertungs- und Anwendungspotential zu schauen“, sagte Demuth. Dies sei „ein folgerichtiger Schritt auf dem Weg zur konsequenten Umsetzung exzellenter Forschung in neue, innovative Unternehmen."

Weitere Informationen:
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Ralf Irmert, Styron Deutschland GmbH
„Die engen Kontakte zu anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und politischen Entscheidern helfen die Verankerung unseres Unternehmens in der Region weiter zu stärken. Zusätzlich ist die Darstellung als innovativer und attraktiver Arbeitgeber in Mitteldeutschland sehr wichtig, um den Fachkräftebedarf langfristig zu sichern.”