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Elektromobilität als Chance für die Region

06. März 2011


Elektromobilität ist nicht nur eine Frage des richtigen Antriebskonzeptes, sondern ein Thema von breiter wirtschaftspolitischer Bedeutung. Das ist das Fazit der 2. Mitteldeutschen Energieeffizienz-Tagung, die gestern im Congress-Center der Messe Erfurt stattfand.

„Bei der Planung der Veranstaltung haben wir uns bewusst für einen erweiterten Ansatz entschieden, der beim Thema Elektromobilität nicht allein auf neue Fahrzeugtechnologien fokussiert, sondern das gesamte Umfeld betrachtet“, erklärt Thomas Büschel, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsinitiative und Geschäftsführer der TÜV Thüringen Akademie GmbH. Dazu gehörten Themen wie die notwendige Entwicklung intelligenter Netze, die zukünftigen Herausforderungen für  Energieversorger sowie stadtplanerische Aspekte und neue Geschäftsmodelle beim Aufbau einer flächendeckenden Infrastruktur für Elektromobilität. Nicht zuletzt sei die sichere Gestaltung von Arbeitsabläufen bei Produktion, Wartung und Instandhaltung von Elektromobilen eine wichtige Voraussetzung für die angestrebte Marktdurchdringung. „Denn nur eine sichere Technologie wird auch die dafür notwendige Akzeptanz beim Endnutzer erreichen“, so Thomas Büschel weiter.

Organisiert wurde die hochkarätig besetzte Fachtagung unter dem Titel „Elektromobilität – Chancen für Wirtschaft und Kommunen“ von einem Initiativkreis unter Federführung der Handwerkskammer Erfurt, in dem die IHK Erfurt, der TÜV Thüringen, die Thüringer Energieeffizienz eG, das  Thüringer Verkehrsministerium und weitere Partner vertreten sind. Zu den weiteren Themen der Veranstaltung gehörten die notwendigen Anpassungen bei der Berufsausbildung im Kfz- und Elektro-Handwerk, die Schaffung einheitlicher Standards für Ladestationen und die Einsatzmöglichkeiten von Elektromobilität im öffentlichen Personennahverkehr. In Vorträgen, drei Arbeitsgruppen und einer Podiumsdiskussion tauschten sich Ingenieure und Fachkräfte aus der Automobil- und Zulieferindustrie, Vertreter von Handwerksbetrieben, Energieversorgern, Kommunen, Wohnungsgesellschaften und des Einzelhandels sowie Stadtplaner und Architekten über die Chancen, Herausforderungen und mögliche Handlungsfelder bei der Etablierung der Zukunftstechnologie. So könnten die Kommunen in der Region durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen in ihren Fuhrparks eine bundesweite Vorreiterrolle übernehmen, Energieversorger durch die Belieferung der Ladestationen mit Ökostrom die CO2-Bilanz entscheidend verbessern und gemeinsame Imagekampagnen die Akzeptanz beim Verbraucher weiter steigern.

Für die regionale Wirtschaft komme es darauf an, durch innovative Lösungen und Geschäftsmodelle im Bereich der Elektromobilität wettbewerbsfähig zu bleiben, so die Veranstalter. Neben der Information über die neuesten technischen Trends erhoffen sie sich deshalb von der Tagung auch ein Signal für die branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren und den beschleunigten Wissenstransfer zwischen Handwerk, Industrie und Kommunen in Mitteldeutschland.  „Auch wenn viele Rahmenbedingungen noch nicht ganz klar sind: Die Elektromobilität ist nicht mehr aufzuhalten. Bei der nächsten Tagung in ein bis zwei Jahren wird uns das Thema nicht mehr nur auf Messen und Veranstaltungen sondern in der täglichen Praxis begegnen“, ist sich Thomas Büschel sicher. 

Weitere Informationen:
Initiativkreis Mitteldeutsche Energieeffizienztagung
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität der Bundesregierung
TÜV Thüringen
Nachricht: „Energieeffizienz ist das Thema des Tages"


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Dr. Klaus Wittenbecher, RKB Raffinerie-Kraftwerks-Betriebs GmbH
„Die Metropolregion leistet einen positiven Beitrag zur Förderung für die Nachwuchs- und Kreativitätsförderung in Mitteldeutschland und setzt sich konsequent für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft ein.”