Mitglieder

Mit einer Stimme für die Region

07. März 2011


Mitglieder der Wirtschaftsinitiative diskutierten am Dienstagabend bei einem Kamingespräch im Bach-Archiv Leipzig mit Prof. Dr. Udo Reiter, Intendant des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR), über Möglichkeiten für eine verstärkte Zusammenarbeit.

„Die Wirtschaftsinitiative kann in ihren Handlungsfeldern Clusterprozesse, Innovationsförderung und Fachkräftesicherung auf eine Reihe erfolgreicher Projekte verweisen. Jetzt kommt es darauf an, die Kommunikation über die Vorzüge des Standortes Mitteldeutschland weiter auszubauen“, erklärte Prof. Dr. Frank, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative zu Beginn des Treffens im Sommersaal des Bach-Archiv Leipzig. Hierzu setze man auf die enge Zusammenarbeit mit regionalen Medien und insbesondere auf einen „guten Draht“ zum Mitteldeutschen Rundfunk, mit dem die Wirtschaftsinitiative bereits im zweiten Jahr beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland kooperiere.

Dirk Thärichen, Unternehmenssprecher und Leiter der Hauptabteilung Kommunikation des MDR erinnerte an die Auftaktveranstaltung für den aktuellen Innovationspreis im vorigen November in der 13. Etage der MDR-Sendezentrale und erklärte: „Der heutige Abend ist die logische Fortsetzung und Weiterentwicklung der in den letzten Jahren schon etablierten Zusammenarbeit.“

Hauptredner des Abends war Prof. Dr. Udo Reiter. Der Intendant der Dreiländeranstalt berichtete über zukünftige Herausforderungen für den Mitteldeutschen Rundfunks zu Beginn seines dritten Jahrzehnts, die mit den neuen Technologien und veränderten Nutzergewohnheiten im Zuge der „digitalen Revolution“ der Medienlandschaft  einhergingen. Das zentrale Erfolgsrezept des MDR bleibe auch in Zukunft seine Kompetenz in der Berichterstattung aus der Region. Gleichzeitig sah der MDR-Intendant zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen dem MDR und der Wirtschaftsinitiative. „Wir tragen nicht nur beide das Wort mitteldeutsch im Namen, sondern verfolgen auch das gleiche Ziel: Die Region voranzubringen“, so Prof. Dr. Reiter.  Dazu trage der MDR zum Beispiel auch mit seinen ARD-Magazinen „Fakt“ und „Plusminus“ bei. Mit der Platzierung von Themen rund um die mitteldeutsche Wirtschaft im Ersten werden diese in den bundesdeutschen Blickpunkt gerückt.

In der anschließenden Diskussion regte Markus Kopp, Vorstand der Mitteldeutschen Airport Holding, eine Portraitreihe an über innovative, erfolgreiche Firmen aus der Region, wie sie unter den Finalisten des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland zu finden seien. „Ich bin überzeugt davon, dass für die spannenden Themen dieser „hidden champions“ auch Platz im MDR ist“, so Markus Kopp. Außerdem verwies er im Hinblick auf die aktuelle Diskussion über eine Frauenquote in Führungspositionen von Unternehmen auf die Tatsache, dass die Region über eine Reihe erfolgreicher Frauen in leitenden Positionen der Politik und Wirtschaft verfüge. Eine von Ihnen, Halles Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados erklärte, der Mitteldeutsche Rundfunk ermögliche seinen Nutzern den Blick „über den lokalen Tellerrand“ hinaus in die gesamte Region Mitteldeutschland. Darauf aufbauend wünsche sie sich eine noch stärkere Betonung eines  länderübergreifenden „Wir-Gefühls“ in den Beiträgen, so Dagmar Szabados. Gleich mehrere Teilnehmer der Gesprächsrunde regten eine intensivere Berichterstattung zu den beruflichen Perspektiven junger Menschen in der Region an. „Die Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz und dem späteren Beruf ist sowohl für den Einzelnen als auch gesellschaftlich und für die Unternehmen der Region ein wichtiges Thema“, bekräftigte Manfred Erlacher, Leiter des Leipziger BMW-Werkes. Hier habe die Wirtschaftsinitiative mit der Absolventenmesse Mitteldeutschland eine einzigartige Veranstaltung ins Leben gerufen, auf der die Unternehmen der Region rund 4.000 offene Stellen anbieten. „Das ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels ein wichtiges Thema für die Medien“, so Manfred Erlacher.

„Dazu werden wir zusammen auf jeden Fall etwas auf den Weg bringen“, kündigte Prof. Dr Reiter zum Abschluss des Gespräches an. Grundsätzlich sei der MDR sehr aufgeschlossen gegenüber Themen aus Wirtschaft und Wissenschaft und verfüge über die entsprechenden Sendeformate : „Die Wirtschafts- und Verbraucherthemen haben wir im Programm gerade sehr verstärkt. Seit dieser Woche senden wir das Magazin „Umschau“ nicht mehr nur alle 14 Tage, sondern jeden Dienstag zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr. Diese Sendung hat übrigens 2010 bei den internationalen Wirtschaftsfilmtagen den ersten Preis bekommen. Auch Magazine wie „Exakt“ -  jetzt jeden Mittwoch zur Primetime um 20.15 Uhr - oder „Fakt ist“ widmen sich solchen Themen.“

Diese Themen müssten im Einzelfall allerdings auch das Potenzial haben, „die Zuschauer zu elektrisieren“. Er werde die Redaktionen des Senders über die Anregungen aus dem Kamingespräch informieren und sei zuversichtlich, dass einige der genannten Themen und Projekte in der Berichterstattung aufgegriffen würden.

Bild oben: Prof. Dr. Udo Reiter, MDR-Intendant (Foto: MDR/ Martin Jehnichen)

Bild unten: Vereinbarten eine Vertiefung der Kooperation: WiM-Aufsichtsratsmitglied OB Dagmar Szabados (Stadt Halle/Saale) und WiM-Geschäftsführer Prof. Dr. Georg Frank mit MDR-Intendant Prof. Dr. Udo Reiter.

Weitere Informationen:
Bildergalerie Kamingespräch 2011
MDR - Mitteldeutscher Rundfunk
MDR Ausbildung, Volontariat, Praktika
Absolventenmesse Mitteldeutschland
IQ-Innovationspreis Mitteldeutschland


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Jörg Fahrenbach, Kaufmännischer Vorstand der Haema AG
„Mitteldeutschland bietet optimale Voraussetzungen: innovative Unternehmen, sehr gute Infrastruktur, hohen Wohnwert, kulturelles Angebot und gut ausgebildete Fachkräfte. Als größter unabhängiger Blutspendedienst sind wir Teil dieser Region. Wir wollen dazu beitragen, diesen regionalen Mehrwert über die Grenzen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hinaus bekannter zu machen und Mitteldeutschland noch weiter voranzubringen. ”