Sauber und smart
Die dezentral erzeugte Energie der Zukunft erfordert „Intelligente Netze“, die nicht nur Strom sondern auch Informationen verteilen. Mit den Herausforderungen für die Energiewirtschaft beschäftigt sich der 2. Mitteldeutsche Innovationstag am 14. April 2011 in Dresden.
„Mitteldeutschland war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein bedeutender Standort der Energiewirtschaft und der Elektroindustrie. Diese große Tradition findet Ihre Fortsetzung durch die heutige Vorreiterrolle der Region beim Thema Erneuerbare Energien“, so Prof. Dr. Georg Frank, 1. Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative. Eng damit verbunden sei auch das Zukunftsthema der „Intelligenten Stromnetze“, der sogenannten „smart grids“, so Prof. Dr. Frank weiter.
Diesen „Intelligenten Netzen“ widmet sich der 2. Mitteldeutsche Innovationstag, der am 14. April 2011 in der Dresdener Zentrale der ENSO Energie Sachsen Ost AG stattfindet. „Die fortschreitende Deregulierung der Energiemärkte sowie der Ausbau regenerativer Energien stellen die gesamte Branche vor ganz neue Herausforderungen“, weiß auch Jens Voigt, Innovationsmanager des Kompetenzzentrums für elektrische Energietechnik der veranstaltenden GWT-TUD GmbH. Denn anstelle der Stromerzeugung in großen Kraftwerken trete immer mehr die zumeist dezentrale Erzeugung und Einspeisung von Energie durch Windkraft, Photovoltaik, Blockheizkraftwerke und Biogasanlagen. „Das macht einen massiven Um- und Ausbau unserer Stromnetze mit dem Ziel der intelligenten Steuerung von Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch des Stroms notwendig“, beschreibt Jens Voigt die aktuellen Herausforderungen an die Energiewirtschaft. Nur „Intelligente Stromnetze“ ermöglichten auch in Zukunft eine hohe Versorgungsicherheit und den effizienten Umgang mit elektrischer Energie. Darüber hinaus seien die „smart grids“ auch für andere Zukunftsthemen wie die Elektromobilität eine wichtige Vorrausetzung.
Bild rechts: Jens Voigt, Innovationsmanager Energie/Umwelt.
Vor diesem Hintergrund soll der 2. Mitteldeutsche Innovationstag dabei helfen, die vorhandenen Kompetenzen auf dem Gebiet der elektrischen Energietechnik in Mitteldeutschland zu bündeln. Dazu werden den Teilnehmern aus der Energiebranche eine Reihe innovativer Ideen aus sächsischen Forschungseinrichtungen und Hochschulen präsentiert. In den Vorträgen von Wissenschaftlern und Forschern der Technischen Universitäten aus Dresden und Chemnitz, der HTW Mittweida, der Westsächsischen Hochschule Zwickau und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf geht es unter anderem um die Integration von Windparks und Photovoltaikanlagen in intelligente Stromnetze, elektrische Energiespeicher für stationäre und mobile Energieversorgungssysteme sowie um die Netzplanung und Lastenmodellierung. Als Fortsetzung der Veranstaltung, die neben der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. als Partner unterstützen, ist ein Mitteldeutscher Energie-Dialog geplant, aus dem dann konkrete Projekte zwischen Unternehmen der Energiebranche und Wissenschaftseinrichtungen aus Mitteldeutschland resultieren sollen. Darüber hinaus betreut die GWT-TUD GmbH mit dem von ihr gegründeten Kompetenzzentrum für elektrische Energietechnik zahlreiche Industriekunden bei der systematischen und anwendungsorientierten Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Dazu gehören F&E-Manager, die Abstimmung und Definition von F&E-Themen, das Management des gesamten Technologie- und Wissenstransfers sowie die Identifizierung von Projektpartnern, das Projektmanagement und die Übernahme der Generalunternehmerschaft.
Anmeldung bis zum 8. April unter:
Kompetenzzentrum elektrische Energietechnik
c/o GWT TUD GmbH
Herr Jens Voigt
Chemnitzer Straße 48b
01187 Dresden
jens.voigt@gwtonline.de
Tel.: 03 51 / 87 34-17 25
Weitere Informationen:
Programm 2. Mitteldeutscher Energietag
Kompetenzzentrum für elektrische Energietechnik
Förderprogramm E-Energy
„Die Schlacht um die intelligenten Energienetze“

