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Thüringen diskutiert "Wirtschaft 2020"

08. Juli 2011


Rund 700 Besucher und Experten diskutierten auf dem "2. Weimarer Wirtschaftsforum" über die Chancen und Herausforderungen für die Thüringer Wirtschaft. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach den richtigen Entwicklungsstrategien für die globalen Megatrends.

Welche Trends bestimmen die Zukunft der globalen Wirtschaft? Was sind die wachstumsträchtigsten Innovationthemen? Wie muss die Industriepolitik im Jahr 2020 aussehen? Diese und weitere Fragen rund um die Zukunft der Thüringer Wirtschaft diskutierten rund 700 Teilnehmer am 4. und 5. Juli 2011 auf dem 2. Weimarer Wirtschaftsforum. „Diese intensive und gemeinsame Diskussion um die richtige Strategie zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes Thüringen ist beispielhaft für die ganze Region", so Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Nur mit einer abgestimmten Strategie von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft könne die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands weiter gestärkt werden, so Tobaben weiter.
    
„Es ist eine industriepolitische Herausforderung, den Strukturwandel der kommenden Jahre innerhalb Wirtschaft und Gesellschaft zu bewältigen", sagte der Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig in seiner Eröffnungsrede. Die Landesregierung wolle die Unternehmen im Freistaat dabei unterstützen, die zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Als Schlüsselthemen der Wirtschaftspolitik des Landes nannte Wirtschaftsminister Matthias Machnig in diesem Zusammenhang die stärkere Teilnahme Thüringer Unternehmen am Weltmarkt, die Stärkung von Forschung & Entwicklung und technologieorientierten Unternehmen sowie die Fachkräftesicherung der regionalen Wirtschaft.

Im Mittelpunkt der Vorträge, Podiums-diskussionen und Fachforen auf der zweitätigen Veranstaltung standen die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des “Trendatlas Thüringen 2020“.
Die Untersuchung wurde von der Unternehmensberatung Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie erstellt. Erstmals wurden in die Analyse nicht nur die Stärken und Schwächen des Standorts Thüringen, sondern auch globale Wachstumstrends einbezogen, um künftige Nachfragepotentiale für die Thüringer Unternehmen zu prognostizieren. Dabei wurden 30 globale Megatrends und 259 Trendfelder untersucht und auf die Wirtschaft des Freistaat bezogen.

Foto (v.l.): Moderator Daniel Baumbach, Klaus Berka (Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena AG), Bernd Brunke (Roland Berger Strategy Consultants), Matthias Machnig (Thüringer Wirtschaftsminister), Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer (Präsident Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V.) und Prof. Dr. Dr. h. c. Ulrich Blum (Präsident Institut für Wirtschaftsforschung Halle)

Im Ergebnis definiert der “Trendatlas Thüringen 2020“ elf Wachstumsfelder für Thüringens Wirtschaft. Dazu gehören die Bereiche Automobil, Life Sciences, Umweltfreundliche Energien und Energiespeicherung, Maschinenbau, Kunststoffe und Keramik, Mikro- und Nanotechnik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Optik / Optoelektronik, GreenTech, Service-Robotik sowie Kreativwirtschaft / Edutainment. Um diese Wirtschaftszweige nachhaltig zu fördern, geben die Experten von Roland Berger 16 Handlungsempfehlungen. Diese reichen von der Fokussierung der Wirtschaftsförderung und den Ausbau der Technologieförderung über die aktive Erschließung ausländischer Potenzialmärkte und die Modernisierung der Verwaltungsstrukturen bis zur Sicherung der Fachkräfteversorgung und die Verbesserung des Clustermanagements in regionalen Netzwerken.

Weitere Informationen:
Trendatlas "Thüringen 2020
Weimarer Wirtschaftsforum
Aktuelle Standortkampagne "Was ist Thüringen?"


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Steffen Beck, TÜV Nord
„Seit 140 Jahren arbeiten wir als Dienstleister in Sachen Sicherheit eng mit der Wirtschaft in Mitteldeutschland zusammen und engagieren uns für sichere Anlagen und Arbeitsmittel. Mit der Mitgliedschaft in der Metropolregion Mitteldeutschland wollen wir diese Partnerschaft weiter vertiefen und auch öffentlich noch stärker sichtbar machen.”