Cluster

Sichere Logistik als Wettbewerbsvorteil

02. September 2011


Internationale Lieferketten sind das Sinnbild der globalen Wirtschaft. Auf dem 3. Mitteldeutschen Logistikforum diskutierten Branchenvertreter darüber, wie deren Sicherheit gewährleistet werden kann und welche Wettbewerbsvorteile sich daraus ergeben.

Internationale Lieferketten sind aus kaum einer Branche auf der Welt mehr wegzudenken. Doch mit der immer komplexeren Vernetzung weltweit agierender Unternehmen nimmt auch die Anfälligkeit der logistischen Prozesse gegenüber externen und internen Risiken zu. Dazu gehören Bedrohungen durch Naturphänomene oder terroristische Attacken genauso wie die Sicherheit der eingesetzten IT-Lösungen oder unterschiedliche Strukturen der beteiligten Lieferanten. Wie angesichts dieser Risiken in Zukunft ein sicherer und effizienter Transport von Waren und Gütern gewährleistet werden kann, diskutierten Branchenvertreter und Experten am 31. August und 1. September beim 3. Mitteldeutschen Wirtschaftsforum. Unter dem Motto "Sicherheit internationaler Lieferketten" ging es dabei um die Herausforderungen für die Industrie und Logistikdienstleister bei der Kontrolle internationaler Transportketten.

„Zum einen benötigen global agierende Unternehmen – gerade im Bereich der verladenden Wirtschaft und der Logistik – flexible Sicherheitskonzepte, die den Anforderungen und Risiken des dynamischen Marktes jederzeit gerecht werden“, fasst Toralf Weiße, Vorstandsvorsitzender des Netzwerk Logistik Leipzig-Halle e.V., das zusammen mit der Bundesvereinigung Logistik (BVL) das 3. Mitteldeutsche Logistikforum organisierte, dessen Ergebnisse zusammen. „Zum anderen werden Unternehmen und Logistikstandorte, die sich mit diesem zunehmend wichtigen Thema intensiv beschäftigten, in Zukunft deutliche Wettbewerbsvorteile generieren können“, so Weiße weiter. Deshalb sei es das Ziel des Netzwerkes Logistik Leipzig-Halle, die Region nicht nur als schnellen, sondern auch als extrem sicheren Logistikstandort im internationalen Wettbewerb zu profilieren.

Foto: Uwe Arnold, Netzwerk Logistik Leipzig-Halle e.V.

„Das Beispiel der Region Leipzig/Halle zeigt, wie wichtig die Logistikwirtschaft als Querschnittsbranche für die dynamische Entwicklung ganzer Wirtschaftszweige und Standorte ist“, ergänzt Prof. Dr. Uwe Arnold, Projektmanager des Netzwerk Logistik Leipzig-Halle e.V. Deshalb verstehe man sich nicht nur als Interessenvertreter der knapp 100 Mitglieder des Netzwerkes, sondern auch als Dienstleister für die Unternehmen der Schlüsselbranchen in der Region Mitteldeutschland. „So pflegen wir bereits seit längerem gute Kooperationsbeziehungen zum Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) und zum Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland“, so Prof. Arnold. Derzeit würden darüber hinaus erste Aktivitäten mit Akteuren aus den Bereichen Biotechnologie - Life Sciences und E-Commerce geplant und auch mit dem Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland hätten bereits vorbereitende Gespräche über gemeinsame Projekte stattgefunden.

Foto: Jörn-Heinrich Tobaben, Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland

„Die Wettbewerbsfähigkeit der mitteldeutschen Cluster hängt entscheidend davon ab, wie schnell und sicher die benötigten Rohstoffe zu den Unternehmen und die fertigen Produkte auf die Zielmärkte kommen. Deshalb begrüßen wir die branchenübergreifende Zusammenarbeit zwischen Logistikwirtschaft und Industrie und werden die Arbeit des Netzwerkes Logistik Leipzig-Halle zukünftig noch stärker unterstützen“, so Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative.

Weitere Informationen:
Netzwerk Logistik Leipzig/Halle e.V.
3. Mitteldeutsches Logistikforum
Cluster Chemie/Kunststoffe
Cluster Biotechnologie - Life Sciences
Cluster Solarwirtschaft
Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD)
Nachricht: Chemie/Kunststoffe lädt zur Logistikkonferenz


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Dr. Klaus Wittenbecher, RKB Raffinerie-Kraftwerks-Betriebs GmbH
„Die Wirtschaftsinitiative leistet einen positiven Beitrag zur Förderung für die Nachwuchs- und Kreativitätsförderung in Mitteldeutschland und setzt sich konsequent für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaft ein.”