Energie der Zukunft muss bezahlbar sein
Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben plädierte auf dem "Mitteldeutschen Trendtag Energie" für eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung der mitteldeutschen Wirtschaft. Die anstehende Energiewende biete Wachstumspotenziale für die Region.
Wir sind auf dem Weg in ein neues Energiezeitalter. Doch welcher ist der Richtige dahin? Und welche Herausforderungen und Chancen wird die Entwicklung für die Wirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit sich bringen? Darüber diskutierten gestern rund 100 Vertreter der mitteldeutschen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf dem ersten "Mitteldeutschen Trendtag Energie", der von der bildungszentrum energie GmbH (bze) in Halle/Saale veranstaltet wurde.
Auf einer der vier Podiumsdiskussionen der Veranstaltung diskutierte Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, mit Berthold Müller-Urlaub vom Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung und Michael Richter als Vertreter des Ministeriums für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt zur Frage "Wie viel neues Denken braucht die Energiewende?".
Dabei betonte er die Wichtigkeit einer bezahlbaren und sicheren Energieversorgung für die Wettbewerbsfähigkeit der mitteldeutschen Wirtschaft, insbesondere für strukturbestimmende Branchen wie die Chemie- und Kunststoffindustrie sowie die Automobilwirtschaft. „Deshalb werden fossile Energieträger wie Erdgas und Kohle auf absehbare Zeit noch zu unserem Energiemix gehören, gerade vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Atomenergie“, so Tobaben. Dabei verfüge Mitteldeutschland mit der Braunkohle über einen heimischen Energieträger, der eine importunabhängige und preisgünstige Energieversorgung sicherstellen könne. Gleichzeitig bekannte sich der Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer klar zum Ziel einer Energieversorgung aus umweltfreundlichen und erneuerbaren Energien. Diese böten ein enormes wirtschaftliches Potenzial für die Region, die ihre Vorreiterrolle bei Windkraft, Photovoltaik und Biomasse weiter ausbauen müsse.
Foto: Bernd Koller, bze GmbH
Neue Herausforderungen sieht auch Bernd Koller, Geschäftsführer der bze GmbH durch die im Energie- und Klimaprogramm formulierten Ziele der Bundesregierung auf Mitteldeutschland zukommen. „"Der Mitteldeutsche Trendtag Energie" soll Wissenschaftlern und Unternehmern als Plattform dienen, gemeinsam ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und erste Lösungsansätze zu entwickeln. Die Energiewende beginnt im Kopf“, so Bernd Koller. Simone Krüger, Geschäftsführerin der bze GmbH, resümiert: „Nur wenn alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen, ist es möglich, Mitteldeutschland als Musterregion des Energiewandels zu etablieren. Die positive Resonanz der Anmeldungen für den "Mitteldeutschen Trendtag Energie" hat bereits im Vorfeld gezeigt, dass sowohl Bereitschaft, als auch der Bedarf für eine solche Veranstaltung groß sind“.
Foto: Simone Krüger, bze GmbH
Weitere Informationen:
bildungszentrum energie GmbH
Mitteldeutscher Trendtag Energie
Nachricht: Wirtschaftsinitiative begrüßt sächsische Energiepolitik

