Fraunhofer CSP eröffnet Modultechnologiezentrum
Das neue Modultechnologiezentrum des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP im Dow ValuePark® in Schkopau wurde eröffnet. Es soll durch den schnellen Technologietransfer die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der mitteldeutschen Solarbranche stärken.
„Das neue Modultechnologiezentrum ist strategisch so ausgerichtet, dass wir Solarmodul-, Geräte- und Materialherstellern mit kompletten Forschungsdienstleistungen schnelle und flexible Lösungen anbieten können“, erklärte Professor Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer CSP, am Mittwochbei der feierlichen Eröffnung des Technologiezentrums vor 220 Gästen. Prof. Bagdahn verwies in diesem Zusammenhang auf die sich verändernde Strategie der Solarfirmen hin, die von der reinen Solarzellenherstellung zu Komplettanbietern mit eigener Solarmodulfertigung abzielt.
„Das neue Modultechnologiezentrum wird dazu beitragen, die Innovationskraft der heimischen Solarfirmen zu stärken. Ich bin zuversichtlich, dass die Möglichkeit zur Erforschung neuer Technologien und Fertigungstechniken für die Herstellung von Solarmodulen der gesamten Branche zusätzlichen Schub gibt“, erklärte Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Prof. Birgitta Wolff. Der schärfer werdende internationale Wettbewerb macht Innovationen für die deutsche Solarbranche umso wichtiger, so die Ministerin weiter.![]()
Im neuen Modultechnologiezentrum des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP im Dow ValuePark® werden auf rund 2.000 m² neuartige Verfahren zur Aufbau- und Verbindungstechnik, Kunststoffverarbeitung sowie Modulintegration entwickelt. Durch neueste Maschinen und Geräte sowie praxisnahe Techniken und Verfahren im industriellen Maßstab sollen so neue Materialien und Bauteile schneller bis zur Serienreife entwickelt werden. Ziel ist es, das entsprechende wissenschaftliche Know-how den Unternehmen direkt zur Verfügung zu stellen. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem unmittelbar benachbarten Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum für Polymersynthesen und -verarbeitung PAZ soll so zukünftig ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der technologischen Kompetenzen in der mitteldeutschen PV-Branche und Kunststoffindustrie geleistet werden.
Foto (v.l.): Prof. Jörg Bagdahn (Leiter Fraunhofer CSP), Frank Banner (Landrat Saalekreis), Prof. Ulrich Buller (Vorstand Forschungsplanung Fraunhofer-Gesellschaft), Ministerin Prof. Birgitta Wolf (Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt) und Prof. Ralf Wehrspohn (Leiter Fraunhofer IWM)
Das Technologiezentrum wird mit insgesamt 12,8 Millionen Euro von Land Sachsen-Anhalt, Bund und Europäischer Union gefördert. Es ist ein wichtiger Teil des Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle, das 2007 von dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM (Halle) und für Solare Energiesysteme ISE (Freiburg/Breisgau) gegründet worden ist.
Weitere Informationen:
Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP
Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland

