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Experten diskutieren über Zukunft der Photovoltaik

25. November 2011


Die Photovoltaik-Branche befindet sich in einer Konsolidierungsphase. Die Frage, wie angesichts der Herausforderungen der Produktionsstandort Deutschland zu sichern ist, stand im Mittelpunkt des Technologietags Photovoltaik 2011.

„Die Photovoltaik als eine wichtige Komponente der erneuerbaren Energien steht gegenwärtig vor hohen Herausforderungen, bis hin zu der Frage, ob diese Industrie am Standort Deutschland in den nächsten Jahren erhalten bleibt oder eine ähnliche Entwicklung eintritt, wie wir sie von der Chip-Industrie kennen“, beschreibt Prof. Dr. sc. techn. Hans Richter, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Wirtschaft (GFWW), die aktuelle Situation der PV-Branche. Die Fachtagung, zu der die GFWW gemeinsam mit dem Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland, der SEMI PV Group und dem Arbeitskreis Photovoltaik im Silicon Saxony e.V. am Mittwoch nach Werder bei Potsdam eingeladen hatte, biete den Akteuren der Branche eine Kommunikationsplattform, um sich über mögliche Lösungsansätze für die anstehenden Herausforderungen zu verständigen, so Prof. Dr. Richter weiter.

Unter dem Motto „Sicherung des Produktionsstandorts Deutschland durch Ausbau der Wertschöpfungskette und Vernetzung“ widmeten sich Experten, Unternehmen und Wissenschaftler der Photovoltaik-Branche aus ganz Deutschland in Fachvorträgen und Diskussionsrunden Themen entlang der Wertschöpfungskette. Die Bandbreite reichte von der Systemintegration erneuerbarer Energiequellen und die Ausschöpfung der Kooperationspotentiale als Marktvorteil, über Mitglieder der Wertschöpfungskette bis hin zum Recycling und zur Gebäudeintegration. Die Teilnehmer verständigten sich darüber hinaus über eine abgestimmte Lobbyarbeit und Außendarstellung.

„Wir verfügen in Deutschland über einen hoch spezialisierten Maschinenbau bei Ausrüstern und Zulieferern, eine ausgeprägte Produktionslandschaft und sehr gute Forschungskapazitäten. Nur wenn wir alle drei Teilbereiche bundesweit abgestimmt stärken, werden wir unseren technologischen Vorsprung im weltweiten Wettbewerb weiter halten und ausbauen können“, bekräftig auch Dr. rer. nat. Peter Frey, Geschäftsführer des Solarvalley Mitteldeutschland e.V.

Foto: Dr. rer. nat. Peter Frey, Geschäftsführer des Solarvalley Mitteldeutschland e.V.

Darüber hinaus müsse auch der lokale Markt für PV-Produkte gestärkt werden, etwa durch die Gebäudeintegration, die Entwicklung neuer Systemprodukte in Kombination mit der Speicherung und Netzintegration und entsprechender Geschäftsmodelle und durch die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen  bei der Förderung Erneuerbarer Energien. „Hier muss die gesamte deutsche PV-Branche mit einer Stimme sprechen“, so Dr. Frey weiter. Deshalb werde das Spitzencluster Solarvalley Mitteldeutschland seine Aktivitäten in den Bereichen Technologieentwicklung, Weiterbildung, Clustermanagement und Öffentlichkeitsarbeit zukünftig noch stärker mit den anderen Solar-Initiativen in Deutschland, wie Solarregion Berlin/Brandenburg, abstimmen, kündigt Dr. Frey an.

Weitere Informationen:
Solarvalley Mitteldeutschland
Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Wirtschaft
Nachricht: Ein Q.ANTUM Sonne


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