Cluster

BioEconomy gewinnt Spitzenclusterförderung

20. Januar 2012


Der mitteldeutsche Cluster BioEconomy gehört zu den Gewinnern der letzten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesforschungsministeriums. Das gemeinsame Vorhaben von rund 80 Partnern widmet sich der stofflichen und energetischen Nutzung von biologischen Rohstoffen.

Bei der gestrigen Entscheidung zur dritten und abschließenden Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) überzeugte das Cluster BioEconomy die Jury mit seinem zukunftsorientierten Konzept und wurde als einer der fünf Gewinner unter den elf Finalisten ausgewählt. Das Vorhaben erhält damit in den kommenden fünf Jahren rund 40 Millionen Euro Förderung für seine weitere Arbeit. „Wir gratulieren den Akteuren des Clusters zu diesem großen Erfolg. Die Tatsache, dass mit BioEconomy ein drittes mitteldeutsches Spitzencluster entstanden ist, verdeutlicht das große Innovationspotenzial der Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region. Die enge Zusammenarbeit in und zwischen Clustern auf technologischen Zukunftsfeldern ist ein wichtiges Erfolgsrezept zur Stärkung des Standortes Mitteldeutschland“, so Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben.

„Mit der heutigen Entscheidung des BMBF ist der Weg frei, Deutschland zu einem international sichtbaren Leuchtturm der BioÖkonomie zu entwickeln und einen beispielhaften Wachstumsschub in Sachsen-Anhalt und der Region Mitteldeutschland auszulösen. Wir danken daher allen Partnern für die großartige Unterstützung und freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit“, erklärte Stephan Witt, Clustermanager des BioEconomy Clusters, kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung in Berlin.
 
Unter BioÖkonomie wird die nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen verstanden. „Unser Kernziel ist die nachhaltige Wertschöpfung aus non-food Biomasse zu maximieren, indem wir daraus neuartige Werkstoffe und Materialien sowie Chemieprodukte und Energie herstellen.“ erläutert Prof. Thomas Hirth, wissenschaftlicher Koordinator des Clusters, und ergänzt:
„Dabei optimieren wir die Wertschöpfung durch die kombinierte stoffliche und energetische Nutzung von Holz. Ein wichtiger Ansatz unserer Strategie ist es zudem, Verfahren, die heute bereits in den Laboren und Technikumsanlagen funktionieren, möglichst schnell in einen großtechnischen Maßstab umzusetzen und in die industrielle Anwendung zu bringen.“

Foto: Prof. Thomas Hirth, CBP Leuna

Aktuell engagieren sich mehr als 80 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Region mit einem Gesamtumsatz von mehr als 21 Mrd. Euro und insgesamt über 29.000 Mitarbeitern im Rahmen des Spitzenclusters, das seinen regionalen Schwerpunkt in Sachsen-Anhalt und Sachsen und den dort bestehenden Chemiestandorten hat.
Ebenfalls integriert sind Unternehmen aus den Bereichen Holzwirtschaft/-verarbeitung/-logistik, Maschinen-und Anlagenbau, Chemie und Kunststoffe, Papier- und Zellstoffindustrie und Bioenergiewirtschaft.
Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen gehören die Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Fraunhofer CBP, PAZ und IWM in Leuna, Schkopau und Halle sowie die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Deutsche Biomasseforschungszentrum, das Helmholtz Umweltforschungszentrum und die Handelshochschule in Leipzig. Daneben integriert der Cluster bereits erfolgreich bestehende Clusterstrukturen wie das Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland, den Holzcluster Rottleberode, das Netzwerk um das Chemisch-Biotechnologische Prozesszentrum CBP in Leuna und das Energienetzwerk Leipzig.

Foto: Gewinner der 3. Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Andreas

„Das Einzigartige am Cluster BioEconomy sind die Vielzahl und das Leistungsvermögen seiner Partner. Gemeinsam sind wir in der Lage, die komplexen Wertschöpfungsketten der BioÖkonomie mit kompetenten Partnern sowohl in der Industrie als auch der hoch spezialisierten Forschung abzudecken.“ erklärt Clustermanager Stephan Witt. „Das heißt, wir haben für die verschiedensten Wertschöpfungsstufen und Anwendungen Spezialisten im Team, die sich auf ihr jeweiliges besonderes Know-how konzentrieren und dort Wettbewerbsvorsprünge ausbauen können. Durch die Kombination untereinander erreichen wir das gemeinsame Ziel des Aufbaus einer neuen bio-basierten Industrie mit vielen zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region.“

Weitere Informationen:
BioEconomy Cluster
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP


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Christian Vogel, CFH Beteiligungsgesellschaft mbh
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