Standort

Studie zur Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands

20. Januar 2012


Im Auftrag der Wirtschaftsinitiative hat der Lehrstuhl für Marketingmanagement der HHL die Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands untersucht. Die Studie beschreibt auch Zukunftsfelder für regionale Unternehmen und Handlungsansätze zur Stärkung des Standortes.

„Nach mehr als zehn Jahren intensiven Engagements für die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland verbinden wir mit der jetzt vorliegenden Studie zwei Zielstellungen: Zum einen geht es darum, dass Erreichte einer systematischen Analyse anhand der vorhandenen Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken zu unterziehen.
Der zweite Aspekt ist die Untersuchung zukünftiger Entwicklungsfaktoren und die Frage, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgreich darauf reagieren können“, erklärt Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben.

Foto: Jörn-Heinrich Tobaben, Wirtschaftsinitiative

Neben einer detaillierten Ist-Analyse der wirtschaftlichen Situation und der existierenden Clusterprozesse widmet sich die 70seitige Studie "Die Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands – Statusbericht und Handlungsansätze" auch Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Technologie, Umwelt und Sicherheit, die den Standort zukünftig beeinflussen könnten. Dazu gehören unter anderem der durch Demographischen Wandel und Abwanderung verursachte Fachkräftemangel sowie die signifikante Abnahme öffentlicher Mittel zur Innovations- und Investitionsförderung. Auf dieser Grundlage beschreibt die Arbeit Zukunftsfelder für die regionalen Unternehmen und potenzielle Handlungsansätze für die Arbeit der Wirtschaftsinitiative.
Einen Schwerpunkt bilden dabei die Cluster Automotive, Chemie/Kunststoffe und Energie/ Umwelt, die über eine besonders hohe Wertschöpfung und ein ausgeprägtes Innovationspotenzial verfügen.

„Dabei zeigen unsere Analysen: Die größten Innovationspotenziale für die Unternehmen und den Standort liegen sozusagen "zwischen" den Clustern“, erklärt Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, unter dessen Leitung die Studie entstand. Um diese zu erschließen, müssten die kompetenzbezogenen und thematischen Schnittmengen zwischen den Clustern in Mitteldeutschland gezielt identifiziert und genutzt werden.
Eine erfolgreiche Marktpositionierung der regionalen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf technologischen und wirtschaftlichen Zukunftsfeldern wie Elektromobilität und Biomassenutzung könne nur clusterübergreifend geschehen, so Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg weiter. In Zukunft werde es außerdem darum gehen, die bestehenden Cluster auf die nächste Exzellenzstufe zu bringen. Angesichts der veränderten Fördermittelsituation und der erhöhten Intensität im nationalen und internationalen Wettbewerb müssten die Clusterprozesse noch effizienter und intelligenter ausgestaltet werden. „Dazu gehört aus unserer Sicht auch die Vielzahl der bereits bestehenden Netzwerke stärker zu bündeln und noch konsequenter am Nutzen für ihre Mitglieder auszurichten“, so Prof. Dr. Kirchgeorg weiter.

Foto: Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg, Handelshochschule Leipzig

Die Ergebnisse der Studie wird die Wirtschaftsinitiative nun zusammen mit Akteuren aus den Clustern und Unternehmen analysieren.
„Wir werden diskutieren, welche strategischen und operativen Handlungsansätze zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands sich daraus ergeben und wie diese gegebenenfalls zu realisieren sind“, kündigt Jörn-Heinrich Tobaben an.

Weitere Informationen:
Studie "Die Wettbewerbsfähigkeit Mitteldeutschlands – Statusbericht und Handlungsansätze" (PDF)
Handelshochschule Leipzig (HHL)
Nachricht: Clustermanagement wider Globalisierung


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Dr. Frank Büchner, Siemens
„Wir engagieren uns hier, weil wir die Entwicklung der Region vorantreiben können.”